Young Science Botschafterinnen

2017


 
4BHBGM

Mehr als 90 österreichische Forscherinnen und Forscher sind gerne bereit, Jugendliche im Rahmen eines Besuches in der Schule über ihre Wirkungsbereiche zu informieren. Zwei junge Forscherinnen konnten wir im Februar 2017 in unserer Schule begrüßen.

Am 13. Februar 2017 nahm sich Frau Dr. Daniela Haluza von der MedUni Wien zwei Stunden Zeit, mit den Schülerinnen und Schülern der 4BHBGM über ihr Studium, ihre Forschungsarbeit und die Arbeit mit Studenten zu diskutieren. Dr. Haluza ist Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie und forscht v.a. im Bereich Public Health.

Was das ist, ließen wir uns von ihr erklären. Wir alle sind ständig einer Vielzahl von Einflüssen der uns umgebenden Natur und Technik ausgesetzt, von denen einige unsere Gesundheit gefährden können. Andere wiederum sind zwar lange nicht so gefährlich, wie oft behauptet wird. Allerdings kann das subjektive Empfinden einzelner Betroffener stark von Ergebnissen der wissenschaftlichen Erfassung dieser Einflüsse abweichen.

Abgesehen von Einflüssen aus Natur und Technik sind besonders Jugendliche immer wieder der Beeinflussung durch Gleichaltrige ausgesetzt, v.a. in den Bereichen Rauchen und Alkoholkonsum. Alle in der Runde greifen zur Zigarette. Der Einzelne, der das nicht tut, läuft Gefahr, zum Außenseiter abgestempelt zu werden. Jugendliche können mit diesem Druck oft nicht gut umgehen – und lassen sich dazu überreden mitzurauchen. Da es nur 7 Sekunden braucht, bis das Nikotin seine Wirkung im Gehirn entfaltet, gehört der Tabak zu den besonders gefährlichen Drogen. Das ist der Jugend leider oft zu wenig bewusst. 

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Die Schülerinnen und Schüler der 4BHBGM hätten noch viele Fragen auf Lager gehabt, auf die Frau Dr. Haluza aus Zeitgründen gar nicht mehr eingehen konnte. Jedenfalls haben wir in diesen zwei Stunden eine Menge dazu gelernt über das Studium der Medizin und über die Aufgaben einer Spezialistin für Hygiene und Mikrobiologie.
3AHBGM, 3BHBGM

Die beiden dritten Klassen der Abteilung Biomedizintechnik hatten am 20. Februar 2017 die Literaturwissenschaftlerin Dr. Silke Schwaiger zu Gast. Die Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld einen Fragenkatalog erstellt, und Frau Dr. Schwaiger, die in Klagenfurt, Southampton und Breslau studiert hat, berichtete nicht nur von den unterschiedlichen Studien-Erfahrungen an ausländischen Universitäten, sondern auch von dem hochinteressanten Projekt Literature on the Move, das von der Akademie der Wissenschaften und vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds gefördert wird: gemeinsam mit anderen Sprachwissenschaftler/innen erforscht sie seit einigen Jahren den Zugang junger Autoren und Autorinnen, die als Migranten ins Land kommen, zum österreichischen Literaturmarkt.
Sie konnte im Rahmen dieses Projektes mit einigen Autoren und Autorinnen persönliche Interviews führen und herausfinden, wie diese mit der Herausforderung umgehen, in relativ kurzer Zeit ihre Kenntnisse der deutschen Sprache so zu perfektionieren, dass es ihnen gelingt, auch auf Deutsch zu publizieren. Es ist einigermaßen anspruchsvoll, sich in einer fremden Sprache nicht nur recht und schlecht im Alltag zu verständigen, sondern sowohl den Wortschatz als auch die Grammatik dieser Sprache so weit zu beherrschen, dass man literarische Texte verfassen kann.

Das erfordert ein Hineindenken in die Kultur des Gastlandes, ein intensives Eintauchen in die Sprache im täglichen Leben. Wie gehen Autoren und Autorinnen damit um, welche Unterstützung bekommen sie von Schriftstellerkollegen, von Wissenschaftlern wie Dr. Schwaiger und von Verlagslektoren? Frau Dr. Schwaiger hat diese Fragen umfassend beantwortet, und die Zeit reichte leider nicht aus. Wir hätten gerne noch mehr über die Arbeit der Forschergruppe erfahren, die demnächst unter dem Titel „Ich zeig dir, wo die Krebse überwintern“ einen Sammelband von Texten veröffentlicht wird, die von Autorinnen und Autoren mit Migrationshintergrund verfasst wurden.

© Dr. Susanne Pratscher
 
 

 

 

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