Europäische Jugendkonferenzen
 

 

Europäischer Traum
(2008)
Lasst uns die Zukunft in die Hand nehmen!
(2012)

In der Projektwoche „Europäischer Traum“ haben Schülerinnen und Schüler der VBS-HAKIII Schönborngasse gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Schweden, England und Tschechien darüber diskutiert, was sie sich von der Zukunft Europas erwarten.

Die Veranstaltung fand von 5.-9. Mai 2008 im Kreisjugendheim Ernsthofen stattfinden. Ernsthofen liegt an der Bergstraße, am Rand des Odenwalds. Unsere Partnerschule, das Goethe-Gymnasium in Bensheim an der Bergstraße, hat uns zu dieser Konferenz eingeladen. Frau Prof. Martina Hofer hat mit Nicole Falschlehner 2BKA (2007/08) und Christian Nestler aus der 2AKA (2007/08) daran teilgenommen.

Der 5. Mai begann mit einer Begrüßungsrunde, die den Jugendlichen half, einander ein bisschen kennenzulernen. Im Anschluss daran präsentierten die Organisatoren der Konferenz die Agenda und luden die jungen Leute ein, ihre Erwartungen auszutauschen. Später wurden sie dann in die Technik des Scenario Buildings eingeführt und lernten, wie man entscheidende Faktoren analysiert und ein Grundgerüst für Visionen eines Europas der Zukunft erstellt. Der Tag wurde mit einer ersten Evaluierungsrunde abgeschlossen. 
Am Vormittag des 6. Mai wurden die Szenarios vorbereitet hatten. Zuerst fand eine Reihe von Open-Air Spielen statt, die den jungen Leuten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermittelten. Auf kleinen Kärtchen, die ausgeteilt wurden, waren verschiedene Arten der Begrüßung abgebildet, und alle, die die gleiche Karte hatten, fanden sich schließlich zu einem Team zusammen und entwarfen ihr eigenes Gruppen-Symbol. Schließlich entwarf jede Gruppe ihr eigenes Szenario "Europa 2020". Da man zu so einem Projekt auch Ruhe benötigt, suchte sich jede Gruppe einen Platz im Bereich des Kreisjugendheims, wo sie nicht von anderen Gruppen gestört wurde.

Am Nachmittag hatten sich alle eine Entspannungspause verdient und fuhren in den Kletterwald Darmstadt.

Am 7. Mai wurden die Konferenzteilnehmer schon in der Früh von einem Bus abgeholt, der sie nach Heidelberg brachte. Dort hatten sie Gelegenheit, die Altstadt zu besichtigen. Am Nachmittag traf sich die Gruppe wieder zu einer Bootsfahrt am Neckar. In Neckarsteinach verließen sie das Boot wieder und begannen den steilen Aufstieg nach Dilsberg, wo zahlreiche Fachwerkhäuser zu bewundern sind und sogar eine Chocolaterie besichtigt werden konnte. Auch die Kirche und die Burg waren interessant.

Nach der Rückkehr ins Kreisjugendheim Ernsthofen und einer ordentlichen Stärkung, wurde am Abend noch fleißig gearbeitet: die Visionen für “Europa 2020” wurden spezifiziert, und etliche Fragen, die noch ungeklärt waren, mussten analysiert werden.

Am 8. Maiwurde die Konferenz mit der Präsentation der von den Gruppen entworfenen Szenarien und mit einer Evaluation abgeschlossen.

Die Jugendlichen hatten viel Freude an der Konferenz, und als sie am 9. Mai zu Ende ging, bedauerten sie es, dass sie sich schon wieder von einander verabschieden mussten. 

© Dr. Susanne Pratscher und Mag. Martina Hofer

Auf Einladung des Goethe-Gymnasiums (Bensheim an der Bergstraße) konnten auch im Schuljahr 2011/12 wieder zwei Schüler (Marika und Georg Marx, 1BL) und eine Lehrerin (Prof. Brigitte Müller) unserer Schule an der European Youth Conference in Ernsthofen bei Darmstadt teilnehmen. In diesem Jahr stand die Konferenz unter dem Motto "Lasst uns die Zukunft in die Hand nehmen!"

Am ersten Tag dauerte es eine Weile, bis alle Teilnehmer/innen aus Deutschland, Österreich, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Israel angekommen waren. Um einander besser kennenzulernen, spielten die Jugendlichen „Geo-Caching“: das war nicht nur sehr unterhaltsam, sondern half auch, rasch Freundschaften zu schließen, da bei dieses Spiel intensive Zusammenarbeit erfordert.

Am zweiten Tag begann der Zukunftsworkshop, welcher unter dem Motto „Riots of Europe’s Youth“ stand. Die Teilnehmer/innen konnten sich aussuchen, in welcher der folgenden Gruppen sie arbeiten wollten: Education, Democracy, Environment, Unemployment, Get Active und Human Rights.

v.l.n.r. Tale und Tina (Deutschland), Marika (Österreich),
Charlotte (Frankreich), Anna-Maaria (Finnland) und Justin (Deutschland)
In der sogenannten „Imagination Phase“ konnten die Jugendlichen Ideen, die sie vorher schon gesammelt hatten, in einem Kunstwerk zum Ausdruck bringen, wobei der Schwerpunkt auf der Kreativität lag. Die Ideen mussten nicht realistisch sein. Was zählte war der visionäre Charakter. Marika schloss sich der Gruppe Get Active an, Georg fand neue Freunde in der Gruppe Unemployment. Selbstverständlich konnte nach Abschluss dieser Phase jede Gruppe ihre Ideen den anderen Teilnehmern der Konferenz vorstellen. Es waren wunderbare, phantasievolle Kunstwerke entstanden.
Auch für Unterhaltung am Abend war gesorgt, und bald waren alle rechtschaffen müde. Eine ausgiebige Nachtruhe in der komfortablen Jugendherberge war angesagt, denn schließlich brauchte die Jugend je Energie für den nächsten Tag.

Der Vormittag des dritten Tages war der Arbeit an dem Projekt gewidmet. Nun sollten die Teilnehmer/innen realistische Projekte zu ihren Zukunftsvisionen erstellen. Am Nachmittag unternahmen alle Konferenzteilnehmer/innen einen Ausflug nach Heidelberg.
Zuerst wurde die Stadt mit Hilfe einer „Schnitzeljagd“ erforscht, anschließend folgte der gemütliche Teil mit Spaziergang, Schlossbesichtigung und einer Menge Spaß!

Am vierten Tag durften die Jugendlichen ihre Projekte präsentieren – nicht nur den jeweils anderen Gruppen, sondern v.a. einer Gruppe von Journalisten und Fotografen, die extra für diese Präsentationen nach Ernsthofen gekommen waren. Eine aufregende Angelegenheit. Schön wäre es nun, wenn einige der Ideen auch in die Realität umgesetzt werden könnten!
Zum Abschluss - und leider auch Abschied - gab es einen harmonischen und stimmungsvollen Grillabend, an dem Georg beweisen konnte, dass er auch auf diesem Gebiet ein echter Profi ist.

Derfünfte Tag
war der Heimreise vorbehalten. Freundschaften über Ländergrenzen und sogar Kontinent hinweg wurden geschlossen und werden hoffentlich wachsen können. Georg und Marika werden Gelegenheit bekommen, ihre Projektideen in der Schule vorzustellen und wir werden sie selbstverständlich unterstützen, wenn sie diese Ideen weiter verfolgen möchten.

© OStR Mag. Dr. Susanne Pratscher und Marika Marx, 1BL (2011/12) 

 

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