Klimawandel

 

 

Da wir uns im Rahmen unserer Schulpartnerschaft im Schuljahr 2007/08 auf umweltbezogene Themen konzentrieren wollten, beschäftigten wir uns zwischen November 2007 und Februar 2008 schwerpunktmäßig mit dem Klimawandel.

 

In einem ersten Schritt traten wir zu Beginn der UNO Klimakonferenz in Bali der Europa-weiten Initiative I ACT for Our Common Future bei. Schülerinnen und Schüler in vielen Schulen Europas diskutieren in diesem Projekt über drei Schwerpunktthemen: ein Planet in Gefahr (Klimawandel), Schutz für unsere Umwelt (Biodiversität) und Leben in einer interkulturellen Gesellschaft. Ziel des Projektes ist es, dass Jugendliche sich zuerst mit einem Thema auseinander setzen, Recherchen betreiben, sich überlegen, wie die Situation verbessert werden kann, und dann eine Aktion organisieren, mit der sie ihr Umfeld (in Schule, Familie und Gemeinde) dazu auffordern, ebenfalls einen Beitrag zur Verbesserung der Lage zu leisten.

Eine weitere Intitiative, die sich in sehr ansprechender Weise mit dem Thema Klimawandel auseinander setzt, ist ENO Environment Online).

 

Der zweite Schritt war die Ermittlung unseres ökologischen Fußabdruckes. Diese Aktivität war auch für die jüngeren Schülerinnen und Schüler sehr spannend, und viele erkannten, dass es doch wohl an der Zeit ist, etwas besser auf die Umwelt zu achten, als sie es bisher getan hatten. Im Deutsch-Unterricht ermittelten wir den ökologischen Fußabdruck auf der Website des ORF, die die Möglichkeit bietet, in vier Kategorien festzustellen, wie sehr man die Umwelt belastet: Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum.

Im Englisch-Unterricht verwendeten wir die Website von Conservation International, auf deIm Englisch-Unterricht verwendeten wir die Website von Conservation International, auf der man durch Beantwortung von Fragen in 11 Themenbereichen ermitteln kann, in welche Gruppe man sich selbst einordnen muss: Eco Novice, Eco Apprentice, Eco Ally und Eco Warrior.

 

Nun hatten wir uns schon mit zahlreichen Fragen des Umweltschutzes auseinander gesetzt und es war Zeit, sich in einem glich in die Schule gehen, war es naheliegend, Texte über Schulen zu studieren, die Initiativen setzen, mit denen sie die tägliche Belastung der Umwelt verringern können. Eine davon ist die Sidwell Friends new Middle School in Washington DC, auf deren Website man einen sehr interessanten Rundgang unternehmen kann, in dessen Verlauf man sieht, in welchen Bereichen man dort versucht, die Umwelt zu schonen. Ein anderes gutes Beispiel ist die Sultana High School in San Bernardino (CA), wo Schüler und Lehrer mit sehr einfachen Maßnahmen beachtliche Einsparungen erzielten.

Wir lernten das Eco Village in Ithaca (NY) kennen, dessen Bewohner in 60 Ökohäusern leben, deren Umweltbelastung um 40% geringer ist als die eines herkömmlichen Hauses. Die Bewohner halten auch Vorträge am Ithaca College und an der Cornell University, um einen größeren Kreis von Mitbürgern mit ihren Ideen und Erfolgen vertraut zu machen.

Faszinierend war schließlich auch der vom TIME Magazine veröffentlichte Global Warming Survival Guide, der 51 Wege aufzählt, wie man die Umwelt schützen kann. Die Schülerinnen und Schüler wählten in kleinen Gruppen aus jeweils zehn dieser Vorschläge jene beiden aus, die ihnen am besten gefielen, und stellten diese dann ihren Klassenkolleginnen und -kollegen vor.

 

Weil man ja nicht immer Texte lesen oder Präsentationen verfassen kann, holten wir in einem vierten Schritt ein paar interessante Informationen von einem Nobelpreisträger ein. Wir sahen uns den Film Eine unbequeme Wahrheit (von Al Gore) an, und waren einigermaßen erschüttert über die Fakten, die uns der frühere US-Vizepräsident hier präsentierte.  

Nun war es Zeit, das in vielen Unterrichtsstunden erworbene Wissen in einem fünften Schritt durch eine persönliche Begegnung mit einer Klimaforscherin zu erweitern. Österreich kann stolz darauf sein, die Heimat einer der bedeutendsten Klimaforscherinnen zu sein: Frau Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, die an der Universität für Bodenkultur lehrt, wurde 2005 zur Wissenschaftlerin des Jahres gewählt.

Sie ist nicht nur eine überaus kompetente Spezialistin auf diesem Gebiet, sie ist auch sehr engagiert und daran interessiert, die Jugend für das so brisante Thema des Klimawandels zu interessieren. Das ist ihr bei ihrem Vortrag in der VBS-HAKIII Schönborngasse am 20. Februar 2008 auch voll und ganz gelungen.
Der Festsaal war fast bis auf den letzten Sessel gefüllt. Nach ca. 45 Min Vortrag brannte zahlreichen Schülerinnen und Schülern so manche Frage unter den Nägeln, die Frau Prof. Kromp-Kolb alle nach bestem Wissen und Gewissen beantwortete.
Am Ende des Vortrags hatten wir nicht nur eine Menge dazu gelernt, sondern auch ein paar gute Tipps mit bekommen, wie jeder einzelne von uns in den Bereichen Einkaufen, Wohnen und Mobilität dazu beitragen kann, die Umweltbelastung zu reduzieren und so dazu beizutragen, dass auch künftige Generationen noch eine lebenswerte Erde vorfinden werden. Nur wenn wir selbst bewusst Entscheidungen für die Umwelt treffen, sind wir auch imstande, unsere Mitmenschen für das Thema zu sensibilisieren und sie davon zu überzeugen aktiv zum Umweltschutz beizutragen.

Auch nach dem Vortrag konnten wir im kleinen Kreis noch mit Frau Prof. Kromp-Kolb ein wenig weiter diskutieren, wobei sich noch einmal die Gelegenheit ergab, aAuch nach dem Vortrag konnten wir im kleinen Kreis noch mit Frau Prof. Kromp-Kolb ein wenig weiter diskutieren, wobei sich noch einmal die Gelegenheit ergab, auf einzelne Fragen, die uns besonders bewegten, einzugehen.

 

Als Frau Prof. Kromp-Kolb die Schule wieder verließ, drückte sie die Hoffnung aus, etwas dazu beigetragen zu haben, dass die Jugendlichen sich darum bemühen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

 

Mittlerweile gibt es sehr anregende Mini-Videos zum Thema Klimawandel in fast allen EU-Sprachen. Schaut sie euch doch einmal an!

 

 © Dr. Susanne Pratscher

 

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