ZiB macht Schule

 

Unter dem Motto "ZiB macht Schule" besuchen im Schuljahr 2007/08 die Moderatoren und Moderatorinnen der Informations-Abteilung des ORF Schulen in ganz Österreich. Wir haben uns Ende Oktober für diese Veranstaltung angemeldet, und am 20. Dezember 2007 war es dann so weit: Frau Mag. Birgit Fenderl kam für 2 Stunden in die VBS-HAKIII Schönborngasse, um den Schülerinnen und Schülern dreier Klassen (3BK, 4AK, 3AKA) über die Arbeit all jener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erzählen, die vor und hinter der Kamera, in den Redaktions- und Schneideräumen, im ORF selbst und außerhalb, jeden Tag von 7 Uhr in der Früh bis spät in die Nacht hinein damit beschäftigt sind, die Nachrichten-Sendungen des Tages vorzubereiten und zu präsentieren.

Nach zwei Videoclips über die ZiB stellte sich Frau Mag. Fenderl zuerst selbst vor und berichtete den Jugendlichen über ihren persönlichen Werdegang. Sie verkörpert das moderne Berufsbild des 21. Jahrhunderts: durch einen frühen Einstieg ins Berufsleben (während des Studiums) hat sie sich so bald wie möglich Praxis-Erfahrung angeeignet. Da der Arbeitsalltag eines Nachrichten-Moderators kaum vergleichbar ist mit dem traditionellen Arbeitsalltag der meisten Berufstätigen, war es auch interessant zu erfahren, wie man in einer derartigen Situation Beruf und Familie unter einen Hut bringt.

 

Frau Mag. Fenderl erklärte uns sehr ausführlich und anschaulich, wie eine Nachrichten-Sendung im ORF vorbereitet und gestaltet wird, wer dabei aller mitwirkt und welche Kriterien zu beachten sind. Dabei erfuhren wir auch, wie die Zuseher-Quoten gemessen werden, und welches Durchschnittsalter die Zuseher der unterschiedlichen ZiB-Sendungen haben.

Die anfängliche Scheu, eine Frage an unseren Gast zu richten, war bald überwunden, und im Nu gab es so viele Fragen, dass die Zeit für die Beantwortung knapp wurde. Aus den Fragestellungen wurde auch rasch klar, dass vielen Schülerinnen und Schülern der öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF sicher nicht voll bewusst ist.

 

Sie fühlen sich angesprochen von sehr flott moderierten Nachrichten-Sendungen, die aber meist auch wesentlich weniger detailliert berichten - was offensichtlich den Geschmack jener trifft, die nur kurz eine Information über das Tagesgeschehen erhalten wollen. Dabei spielt auch die Tageszeit, zu der die Fernseh-Zuschauer Nachrichten ansehen, eine Rolle: je später der Abend, desto jünger das Publikum.

 

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde die Frage-Richtung gewechselt. Frau Mag. Fenderl interessierte sich ja ihrerseits auch für das Konsumverhalten der Jugendlichen in Bezug auf die Nachrichtensendungen des ORF. Die Moderatorinnen und Moderatoren wollen von den jungen Konsumenten direkt erfahren, was gut und was weniger gut ankommt, welche Themenbereiche Jugendliche besonders ansprechen und wie die Präsentation bzw. Gestaltung der Nachrichten jugendgerechter werden könnte.

Die zwei Stunden sind sehr rasch vergangen. Wir haben viel dazu gelernt und bedanken uns nochmals ganz herzlich bei Frau Mag. Fenderl, dass sie sich die Zeit genommen hat, diese zwei Stunden mit uns zu verbringen.

 © Dr. Susanne Pratscher

 

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