Comenius Projekt

Alter Kontinent? -Junge Bürger!

Das Projekt wurde aus Mitteln der Europ. Kommission gefördert

 

Das Projekt wurde von Kolleginnen und Kollegen des Liceo Linguistico Internazionale Grazia Deledda in Genua (Italien) angeregt. Anfangs gab es insgesamt neun Schulen (aus Österreich, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Niederlande, Rumänien und Türkei), die einen Antrag stellten. Aber nur drei Schulen erhielten eine Bewilligung von ihren nationalen Sokrates-Agenturen: Österreich, Deutschland und die Niederlande. Da die Kolleginnen und Kollegen aus Genua bereit gewesen waren, das Projekt zu koordinieren, hatten wir die koordinierende Schule verloren. Aber die Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland waren bereit, diese Aufgabe zu übernehmen! Ein großes Dankeschön an beide Schulen. Die Kollegen und Kolleginnen in Italien organisierten ein sehr effizientes vorbereitendes Treffen, und die Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland sind perfekte Koordinatoren und Organisatoren.

 

2006-072007-082008-09

 

Tagungen

Aktivitäten in Wien

Vorbereitendes Treffen in Genua (Jänner 2006)

Schülertag beim Bundespräsidenten (Jänner - November 2006)

Treffen in Wien (November 2006)

Image of Europe (8. Mai 2006)

Treffen in Bensheim (Februar 2007)

schulfrEU - 25 Sekunden für Europa (9. Mai 2006)

Treffen in Wien (Juni 2007)

Eröffnung des EU Infopoints in Wien (2. Oktober 2006)

  

Österreich in Europa (Ausstellung im Bundeskanzleramt, 18. Oktober 2006)

  

Democrazy - democrazy (Ein Wettbewerb des BMUKK, Dezember 2006)

  

Open Day (Vertretungen der EU-Kommission und des Europa-Parlaments in Wien, 11. Dezember 2006)

  Besuch bei den Vereinten Nationen in Wien (28. März 2007)
  eTwinning Qualitätssiegel 2007

 

Der Umstand, dass so viele Schulen abgelehnt wurden, hat sicher nichts mit unserem Antrag zu tun. Aber wir müssen bedenken, dass es tausende von Schulen in ganz Europa gibt, die an Comenius Projekten teilnehmen möchten, und Schulen, die zum ersten Mal einen Antrag stellen, sind geringfügig im Vorteil.

 

Wir trafen und am 20./21. Jänner 2006 in Genua und haben intensiv gearbeitet: am Freitag von 8.30 bis 17 Uhr, nur unterbrochen von zwei kurzen Kaffeepausen und einer kurzen Mittagspause, und am Samstag von 8.30 bis 13 Uhr.

 

Unser Dank gilt hier dem Direktor und den Kolleginnen und Kollegen des Liceo Linguistico Internazionale Grazia Deledda, die viel Erfahrung mit Europa-Projekten haben und die genau wussten, wie das Antragsformular auszufüllen ist.

Hier ist unsere Projekt-Beschreibung:

Wir möchten die Aufmerksamkeit der SchülerInnen auf die EU Institutionen und ihre Arbeit lenken. So wollen wir ihnen helfen, wahrhafte "Europäer" zu werden. Im Lauf des Projektes werden SchülerInnen Erfahrungen austauschen, um ihr Wissen über die EU zu erweitern und sich der Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen bewusst zu werden.

 

Jede Schule wird versuchen, so viele SchülerInnen und LehrerInnen als möglich in das Projekt zu integrieren und so ermöglichen, dass SchülerInnen unterschiedlichste Talente einbringen können, und dass auch jene in dem Projekt ihren Platz finden, die in unterschiedlichster Form besondere Betreuung benötigen. Das inkludiert auch ethnische und andere Minderheiten. Lehrer, die eine spezielle Ausbildung für die Betreuung dieser SchülerInnen haben, werden natürlich ebenfalls einbezogen. Das beinhaltet auch kulturelle Mediation.

 

Das Projekt wird beginnen mit einführenden Unterrichtseinheiten, um das Interesse der SchülerInnen für das Thema zu wecken. Wir werden mit Recherchen im Internet fortsetzen, Interviews führen und Fotos machen. Schulen werden MEPs und andere Repräsentanten der EU einladen, um von ihnen aus erster Hand über ihre Arbeit in und für die EU zu erfahren. SchülerInnen werden Gelegenheit haben, Artikel, Präsentationen etc. zu verfassen, die anschließend im Internet veröffentlicht werden können.

 

 

Am Anfang des Schuljahres 2006/07 erhielten wir von unseren nationalen Sokrates-Agenturen die Information, dass folgende Schulen an dem Projekt teilnehmen können: 

-- Goethe-Gymnasium in Bensheim (Deutschland; das ist nun die koordinierende Schule)

-- VBS-HAKIII Schoenborngasse in Wien (Österreich)

-- Scholengemeenschap Tabor in Hoorn (Niederlande)

 

Das erste Treffen der Projektgruppe fand am 16./17. November 2006 in Wien statt. Zwei Lehrer von der VBS-HAKIII Schönborngasse, drei Lehrer vom Goethe-Gymnasium Bensheim und zwei Lehrer von der Scholengemeenschap Tabor in Hoorn nahmen an dem Treffen teil. Wir besprachen die Themen für das Schuljahr 2006/07. Es war ziemlich schwierig, einen passenden Termin für das nächste Treffen zu finden, das in Bensheim geplant war und an dem auch Schüler teilnahmen. Nach dem Treffen in Wien haben wir unser Projekt auch als eTwinning Partnerschaft eingetragen.

Von November 2006 bis Juni 2007 haben die Schülerinnen und Schüler aller drei Schulen eifrig Präsentationen erstellt: über ihre Schulen, ihre Heimatstädte und ihre Länder. Weiters haben die Schülerinnen und Schüler aller drei Schulen Fragebögen entworfen und sie in der jeweils eigenen Schule getestet. Schließlich einigten wir uns auf einen gemeinsamen Fragenbogen. Wenn ihr die Präsentationen und die Ergebnisse des Fragebogens ansehen möchtet, klickt auf die Links in der folgenden Liste. Ein ganz besonderes Projekt war die Wertediskussion. Die meisten Präsentationen sind nur in Englisch verfügbar.

 

5 Days in Vienna (a newer version can be found below)

Hoorn

Austria

Bensheim

Typically Austrian

Democracy - democrazy 
Schoenborngasse InternationalEU-Presentation (English and German)
Schoenborngasse - school typesEuropean Values (Österreich und Slowenien)
Vienna students (the students of the 2BK /3AK /3BK and 5BK (2006/07) presented themselves)Ergebnisse des Wiener Fragebogens (aus Bensheim)
Hoorn students (the students from Hoorn also drafted a presentation about themselves)Ergebnisse der Endversion des Fragebogens (aus Wien)

Das nächste Treffen fand von 4. -7. März 2007 in Bensheim (Deutschland) statt. Die Kollegen aus Bensheim gaben sich alle erdenkliche Mühe, uns in ihrer Stadt willkommen zu heißen und das Treffen zu einem Erfolg zu machen.

Wir kamen am Sonntag Abend an. Heinz Löffler vom Goethe-Gymnasium holte uns vom Frankfurter Flughafen ab und brachte uns nach Bensheim, wo die beiden Schüler, die mit uns gekommen waren, Sandra (3AK/2006-07) und Stephan (3BK/2006/07), von ihren Gastfamilien willkommen geheißen wurden und die Lehrer (Prof. Tunkel und ich) von den Kolleginnen und Kollegen begrüßt und mit einem wunderbaren Abendessen verwöhnt wurden.

Da die holländische Gruppe erst am Montag Nachmittag ankam, nützen wir den Montag Vormittag auf zweierlei Art und Weise. Zuerst stellten die beiden Schüler den Schülerinnen und Schülern der deutschen Partnerklasse Wien und Österreich vor, anschließend besuchten wir die Firma Tyco Electronics,

wo uns der Director Engineering, Herr Harald J. Bouda, willkommen hieß. Zuerst bot er uns einen Überblick über die Geschäftsbereiche von Tyco, anschließend führte er uns herum, sodass wir sowohl einen Überblick erhielten über die breite Produktpalette von Tyco als auch über die Testverfahren, mit denen die Qualität getestet wird. Besonders die Notwendigkeit der pünktlichen Lieferung von Autoteilen war ein faszinierender Aspekt. Wir erörterten auch die Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Autos einerseits und südost-asiatischen Autos andererseits.

Am Nachmittag trafen sich alle drei Gruppen im Goethe-Gymnasium und präsentierten einander ihre Schulen und ihre Heimat. Während die Schülerinnen und Schüler den Abend mit ihren Gastfamilien verbrachten, trafen sich die Lehrer zu einem gemütlichen Abendessen und besprachen die Zukunft des Projektes.

Am Dienstag verließen wir Bensheim zeitig in der Früh, um nach Straßburg zu fahren, wo Heinz Löffler Führungen im Europarat und im Europa-Parlament organisiert hatte. Beide Führungen waren sehr informativ und etwas ganz Besonderes für uns - nicht nur für die Schülerinnen und Schüler!

Schüler und Lehrer aus Deutschland, den Niederlanden und Österreich ...

... vor dem Europarat und ...

... im Europa-Parlament

Zwischen diesen beiden offiziellen Besichtigungen nützten wir die Mittagspause dazu, einie typisch elsässische Speisen zu probieren und sowohl die Kathedrale als auch das Gerberviertel von Straßburg zu besichtigen. Dank Uschi Holl-John aus Bensheim, die die Stadt gut kennt, konnten wirklich das Maximum aus der kurzen Besichtigungstour herausholen.

Am Mittwoch Vormittag hatten Schüler und Lehrer ein dichtes Programm. Während die Schülerinnen und Schüler den Fragebogen zuerst an die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums verteilten und anschließend die Ergebnisse auswerteten, waren die Lehrer damit beschäftigt, den Antrag auf Verlängerung des Projektes für die Schuljahre 2007-2009 auszufüllen.

 

Im Schuljahr 2007/08 konzentrierten wir uns auf umweltbezogene Themen, und im Schuljahr 2008/09 wollen wir zukünftige Erweiterungen der EU diskutieren.

Vor dem Ende des Schuljahres 2006/07 führten die Schülerinnen und Schüler eine Selbst-Evaluation durch, die ihnen half herauszufinden, was ihnen das Projekt bisher gebracht hatte.

Das nächste Lehrer-Treffen war für Herbst 2007 in Hoorn geplant.

Bevor es aber soweit war, kamen uns die Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland mit einer Schülergruppe am 18./19. Juni 2007 noch in Wien besuchen. Die Schüler beider Schulen hatten sich im letzten Drittel des Schuljahres schon intensiv mit dem Thema Umwelt auseinander gesetzt und konnten hier bereits erste Erfahrungen austauschen.
Am 26. Juni 2007 wurde das Projekt "Alter Kontinent? - Junge Bürger!" von der Nationalagentur Lebenslanges Lernen mit dem eTwinning Qualitätssiegel ausgezeichnet. Natürlich waren wir nicht die einzige Schule, die einen Preis erhielt. Die Preise und Urkunden wurden überreicht im Herrensaal des Palais Niederösterreich von SC Mag. Heidrun Strohmeyer vom BMUKK, von Mag. Ernst Gesselbauer, Leiter der Nationalagentur Lebenslanges Lernen Österreich, Mag. Sylvia Kreuzberger (Nationalagentur Lebenslanges Lernen Österreich), Mag. Claudia Millwisch von English is fun sowie von Herrn Frank Adameit, Education Manager von SMART Technologies Germany.

v.l.n.r.: Mag. Ernst Gesselbauer, Mag. Heidrun Stroymeyer,

Dr. Renate Tunkel, Sandra Hinterhauser,

Sabine Czarda, Dr. Susanne Pratscher

Das eTwinning Qualitätssiegel wurde ebenfalls verliehen an die HAK Pernerstorfergasse (Wien 10; für das Projekt e-meeting - eTwinning), die VBS-HAK Mödling (für das Projekt Cultural Exchange), die HAK Geringergasse (Wien 11; für das Projekt Trade and Tourism), die BHAK Linz (für das Projekt Youth Problems) und das BG und BRG Reithmannstraße (Innsbruck; für das Projekt Famous Archelological Sites in Greece).

Im Rahmen dieses Festes wurden auch die eTwinning Preise 2007 verliehen. Mit diesen Preisen wurden ausgezeichnet: die HTBLA Leonding für das Projekt BoLeCom-Bologna-Leonding-Communication Project; die Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder Rogatsboden (NÖ; für das Projekt I am great the way I am; die Volksschule Strass (Steiermark; für das Projekt Austausch von traditionellen Bräuchen, Liedern, Tänzen und Spielen; und die Hauptschule 3 Spittal/Drau für das Projekt Beneath our Feet.

Im September 2007 erhielten wir die gute Nachricht von der Agentur Lebenslanges Lernen: wir bekamen die Erlaubnis, unser Projekt fortzusetzen. Wir begannen mit kleinen Projekten an allen drei Schulen, bevor die Lehrer Gelegenheit hatten, im nächsten Treffen die weitere Kooperation für das Schuljahr 2007/08 zu besprechen.

 

Tagungen

Aktivitäten in Wien

Treffen in Hoorn (Dezember 2007)Internationaler Friedenstag bei den Vereinten Nationen (21. September 2007)
Treffen in Wien (März 2008)Wir lernen einen EU-Beamten hautnah kennen (26. September 2007)
Jugendkonferenz "Der Europäische Traum" (5.-9. Mai 2008)Europäischer Tag der Sprachen (26. September 2007)
  Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen (23. Oktober 2007)
  Open Day (Vertretungen der EU-Kommission und des Europa-Parlaments in Wien, 15. Oktober und 19. Dezember 2007)
  ZiB macht Schule (20. Dezember 2007)
  Klimawandel (November 2007 - Februar 2008)
  School Visions (März 2008) - ein Video, das für die slowenische EU Präsidentschaft im Frühjahr 2008 produziert wurde
  Mein Europäischer Traum (5.-9. Mai 2008)
  Jugendparlament Josefstadt (3. und 4. Juni 2008)
  EuropaWoche der 1BK (23.-26. Juni 2008)

Es war nicht leicht, einen Termin für das in Hoorn stattfindende Herbsttreffen der Lehrerinnen und Lehrer aller drei Schulen zu finden. Schließlich einigten wir uns auf 3.-6. Dezember, und es stellte sich heraus, dass das ein ideales Datum war. Wir konnten nämlich nicht nur die Schule und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler in Hoorn kennen lernen, sondern auch das Sinterklaas-Fest hautnah erleben.

Caroline holte uns am ersten Tag gegen Mittag vom Bahnhof ab. Schon beim Mittagessen bot sich die erste Gelegenheit, unsere Pläne für das Schuljahr 2007/08 zu besprechen. Am Nachmittag zeigte uns Caroline ihre Heimatstadt und auch die nähere Umgebung. Die Stadt Hoorn war ein wichtiger Stützpunkt der Niederländischen Ostindien-Kompanie und stand Pate bei der Benennung von Kap Hoorn. Wir waren besonders fasziniert von dem Blick aufs IJsselmeer und den typisch holländischen Windmühlen. Bei Enkhuizen sahen wir eine sehr ungewöhnliche Schleuse, die über eine Autostraße führt.

 

Am Abend trafen die Kolleginnen und Kollegen aus Bensheim ein. Nun waren wir vollständig, und der Planung unserer weiteren Kooperation stand nichts mehr im Wege.  

Im Rahmen dieses Treffens lernten wir auch neue Kollegen kennen: Susanne aus Bensheim und Jaap aus Hoorn. Die Schule in Hoorn hieß und sehr herzlich willkommen. Caroline hatte die österreichische und deutsche Flagge aufhängen lassen, und im ganzen Schulhaus waren Willkommens-Plakate aufgehängt.

 

Als erstes wurde ein Plan für die Aktivitäten aller drei Schulen erstellt und das nächste Treffen wurde fixiert, welches im März 2008 in Wien stattfand und ganz im Zeichen der Schülerinnen und Schüler stand.

Schülerinnen und Schüler aus dem bilingualen Zweig der Werenfridus-Schule führten uns durchs Haus, und es war sehr beeindruckend, die zahlreichen Sonderräume (wie z.B. Bibliothek, PC-Arbeitsraum, Musikraum, Chemielabor etc.) zu sehen.

In der Küche wurden schon fleißig Marzipan-Kunstwerke in verschiedensten Formen und Farben für das Sinterklass-Fest gebastelt. Anschließend waren wir eingeladen, an mehreren Unterrichtsstunden teilzunehmen.

Zu Mittag lud uns der Direktor der Werenfridus-Schule der Scholengemeenschap Tabor, Herr Peeters, ein, in der Direktion süße und salzige Spezialitäten des Landes zu probieren.

Am Abend verwöhnte er uns noch einmal mit einem wunderbaren Abendessen, bei dem wir auch Gelegenheit hatten, Sandra kennen zu lernen, die der Vorstand der Abteilung ist, aus welcher die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer des Schuljahres 2007/08 kommen.

Die Schülerinnen und Schüler selbst lernten wir am nächsten Vormittag kennen: sie waren hoch motiviert und freuten sich schon sehr auf den Besuch in Wien. Obwohl sie erst 14-15 Jahre alt waren, sprachen sie sehr gut Englisch, und wir versprachen, uns sehr zu bemühen, in Wien Gastfamilien für sie zu finden.

Die zweite Hälfte dieses Tages stand ganz im Zeichen von Sinterklaas. In der Schule nützten die Schülerinnen und Schüler die große Pause am späten Vormittag, um im Festsaal mit Sinterklaas und zahlreichen Zwarte Piets diesen Tag zu feiern, an dem die Kinder traditionellerweise mehr Geschenke bekommen als zu Weihnachten und die Familien zusammen kommen. Die Kruidnootjes wurden reichlich verteilt.

Am letzten Tag des Treffens wurden alle Dokumente auf den letzten Stand gebracht, die neuen Kolleginnen und Kollegen erhielten eine Einführung in die Verwendung der gemeinsamen eTwinning Website, und wir beschlossen,

die Präsentationen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler jeder Schule den Partnerschulen vorstellen, in eine einheitliche Form zu bringen.

Wenn wir am Ende dieses Treffens auch ziemlich müde waren, waren wir doch auch sehr zufrieden, alle wichtigen Einzelheiten besprochen und alle wichtigen Termine fixiert zu haben.

Auch von Dezember 2007 bis Juni 2008 entstand wieder eine Vielzahl von Präsentationen, diesmal zum überwiegenden Teil über Umwelt- und Klimaschutz.

5 Days in Vienna

Eco-Footprint der österreichischen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer

Vienna students (the students of the 1ABK/3BK/4AK and 4BK (2007/08) presentend themselves Umweltschutz im Haushalt

Vienna Meeting 2008Umweltschutz beim Einkaufen
Climate Change  
Megacities  

Megacities - Megastädte (Webquest)

 

Zu dem Treffen in Wien von 3. bis 6. März 2008 kamen 16 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrer aus Hoorn und 9 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer aus Bensheim.

Die holländischen Schülerinnen und Schüler kamen zu Mittag vom Flughafen direkt in die Schule, die deutsche Gruppe fuhr in die Jugendherberge. Das Vienna Business Café war der ideal Treffpunkt für die Gastschülerinnen und -schüler und für ihre Gastgeberinnen und Gastgeber. Im Nu hatten wir die Jugendlichen miteinander bekannt gemacht, und nun konnten sie zuerst einmal nach Hause fahren und ein Mittagessen zu sich nehmen. Manche blieben auch in der Nähe der Schule, da die Gastgeber am Nachmittag noch Unterricht hatten. 

Am Nachmittag trafen wir uns alle bei der Oper und unternahmen einen ersten Stadtspaziergang: von der Oper, vorbei an der Albertina und dem Hotel Sacher, die Kärntner Straße entlang bis zum Stephansdom. An der Ecke Kärntner Straße/Graben zeigten wir den Gästen den Stock-im-Eisen. Nach einem Besuch im Dom ging es weiter den Graben entlang, über den Kohlmarkt bis zum Michaelerplatz. Von dort erreichten wir in wenigen Minuten den Ballhausplatz und den Heldenplatz. Beim Volksgarten stiegen wir wieder in den Straßenbahn ein und fuhren in die Schule zurück, von wo aus alle den Heimweg antraten. Nun war erst einmal ausruhen angesagt.
Am 4. März trafen wir uns schon um 7.45 Uhr in der Schule, und die deutschen und holländischen Schülerinnen und Schüler präsentierten den Schülerinnen und Schülern der 1AK und 1BK welche Projekte und Aktivitäten zum Thema Umwelt- und Klimaschutz sie seit Beginn des Schuljahres umgesetzt hatten.

Anschließend führten Schülerinnen und Schüler der 1AS und der 4BK die Gäste durchs Haus, zeigten ihnen die diversen Funktionsräume, erklärten ihnen, wie unsere Notebook-Klassen arbeiten und beantworteten die unterschiedlichsten Fragen zum Schulalltag in Österreich.

Nach diesem anstrengenden Vormittag brauchten wir alle eine Stärkung - und die holten wir uns im Centimeter VII. Besonders erfreulich war, dass fast alle österreichischen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer, die Gäste aus Holland aufgenommen hatten, an dem gemeinsamen Mittagessen teilnahmen. Und alle hatten Spaß daran, meterweise Spaghetti zu essen, und die Schnitzel in einer Scheibtruhe serviert zu bekommen.

Nun waren wir wieder voller Energie und machten uns auf den Weg nach Schönbrunn, wo wir an einer sehr interessanten Führung für Jugendliche teilnahmen.

Als erwachsener Besucher, wird man nie eingeladen, am Fußboden rund um die Führerin herum zu sitzen und den Ausführungen zu lauschen.

Im Kindermuseum Schönbrunn ist das alles erlaubt - und so macht eine Führung auch gleich viel mehr Spaß!

Nach dem Besuch im Schloss Schönbrunn fuhren die deutschen Gäste in die Jugendherberge, und die holländischen Schülerinnen und Schüler kamen alle zurück in die Schule, wo sie von ihren Gastgeberinnen und Gastgebern abgeholt wurden.

Die Lehrer trafen sich zu einem gemeinsamen Abendessen, in dessen Verlauf Erfahrungen ausgetauscht und Pläne für weitere Aktivitäten besprochen wurden.

Da einige unserer holländischen Gäste gerne reiten und manche sogar ein Pferd besitzen, hatten sie den Wunsch geäußert, das Morgentraining in der Spanischen Hofreitschule besuchen zu können. Aus diesem Grund drehten wir am 5. März den Tagesablauf einfach um und gingen am Vormittag in die Hofreitschule, anschließend zu einem kurzen Mittagessen bei McDonalds und schließlich am Nachmittag in die Schule.

Dort wurden wir schon erwartet von den Schülerinnen und Schülern der englischen Marketing-Gruppe und im Anschluss daran von einer Gruppe, die am Mittwoch Nachmittag den

Unterrichtsgegenstand Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz hat. Beides war für unsere Gäste neu und ungewohnt.

Da die Schülerinnen und Schüler der Marketing-Gruppe um diese Jahreszeit bereits mit den Vorbereitungen für ihre Matura-Projekte beginnen, bat eine Gruppe die Gäste, einen Fragebogen auszufüllen. Auf diese Weise konnten sie ihrem Projekt auch einen internationalen Aspekt geben.

Den Rest des Nachmittags hatten die Jugendlichen zur freien Verfügung, und am Abend hatten sie nochmals Gelegenheit, bei ihren Gastfamilien den Austrian Way of Life kennen zu lernen.

Am Morgen des 6. März war wieder das Vienna Business Café der nun schon bewährte Treffpunkt. Von dort ging es zuerst in die 1BKA, wo die deutschen Schülerinnen und Schüler zwei weitere Umweltprojekte vorstellten.

In der nächsten Stunde schalteten sich die Schülerinnen und Schüler der 5BK ein und erklärten, welche Maßnahmen zur Schonung der Umwelt sie sich überlegt hatten.

Da fast alle Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr an dem Projekt beteiligt sind, im Vorjahr nicht dabei waren, schien es angebracht, nach der Präsentation über Hoorn am 4.3. nun auch noch eine über Bensheim einzuschalten.

Zwei Schüler aus der 4AK stellten den Gästen die Übungsfirma VEC vor, und schließlich informierten wir die Gäste über unser Klimawandel-Projekt, mit dem wir uns fast drei Monate lang intensiv auseinander gesetzt hatten.

Den Abschluss bildeten zwei Präsentationen der VBS-HAKIII Schönborngasse in der 3BK: hier erfuhren die Gäste eine Menge über die vier Schultypen, die unsere Schule unter einem Dach beherbergt, und über die zahlreichen internationalen Projekte und Kontakte.

Wir schlossen das treffen ab mit einem geselligen Beisammensein in einer Pizzeria. Leider war dann auch schon wieder das Ende dieser Tagung gekommen, und die Gäste traten die Heimreise an.

Nach dieser gemeinsamen Bilanz über die zwischen Dezember 2007 und Februar 2008 umgesetzten Projekte, und trafen Schülerinnen und Schüler der drei Schulen einander noch zweimal in diesem Schuljahr: in Medemblik fühlten die deutschen und holländischen Schülerinnen und Schüler in einem Biologie-Projekt der Umwelt auf den Zahn, und im Kreisjugendheim Ernsthofen hatten im Mai 2008 die deutschen und österreichischen Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, im Rahmen einer internationalen Schüler-Konferenz mit EU-Parlamentariern über sämtliche EU-bezogene Themen, die ihnen ein Anliegen sind, zu diskutieren  und analog zum "American Dream" einen "European Dream" zu entwickeln.

Im November 2006, beim ersten Lehrertreffen in Wien, hatten wir entschieden, uns im dritten Projektjahr mit kommenden Erweiterungen der EU auseinander zu setzen und Experten in die Schule einzuladen. Die Finanzkrise im Herbst 2008 machte wieder einmal klar, wie sehr die Wirtschaft der EU nicht losgelöst von der Wirtschaft der USA betrachtet werden kann und legte nahe, dass wir uns mit diesem Thema näher auseinander setzten. Daraus resultierte schließlich auch das erste Event dieses Schuljahres (s. u. Globalisierung).

 

Unabhängig davon hatten wir uns schon im Frühjahr entschlossen, auch an den Global Education Weeks teilzunehmen und hatten zu diesem Zweck eine Expertenrunde für eine Podiumsdiskussion eingeladen.

Tagungen

Aktivitäten in Wien

Comenius Projekttag in Linz (28. November 2008)Globalisierung - Buchpräsentation (25. September 2008)
Treffen in Bensheim (7.-9. Dezember 2008)Schülertag beim Bundespräsidenten (16. Oktober 2008)
 EU Erweiterungs-Quiz 1EU Erweiterungs-Quiz 2Podiumsdiskussion: Wirtschaft und Ethik im Dialog (17. November 2008)
Monitoring durch die Österreichische Nationalagentur Lebenslanges Lernen (17. Dezember 2008)Entrepreneurship Day 2008 (19. November 2008)
Abschluss-Treffen in Hoorn (14.-19. Juni 2009)Politik-Lexikon für junge Leute und Parlaments-Führung (20. November 2008)
  EU Wanderausstellung "Mehr Demokratie für Europa" (16.-20. März 2009)
  EU-Debatte im Rahmen der Wanderausstellung (19. März 2009)
  Europa im Klassenzimmer (5. Mai 2009)
  Open Day (Vertretungen der EU-Kommission und des Europa-Parlaments in Wien, 10. Juni 2009)

Am 28. November 2008 fand in Linz ein Comenius Projekttag für interessierte Direktorinnen und Direktoren, sowie Lehrerinnen und Lehrer statt. Der Wissensturm war nicht nur ein schöner sondern auch sehr interessanter Tagungsort.

Das Programm bot Vorträge zu den Themen Projektmanagement, Evaluierung, Interkulturelle Kommunikation und moral courage. In praxisorientierten Workshops (Interaktive Instrumente zur Evaluierung von Projekten; Zivilcourage: Wahrnehmen-Verstehen-Erkennen; Erfolgreich kommunizieren in multinationalen Teams und eTwinning – Der schnelle Link nach Europa) konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Vernetzen an europäischer Projektarbeit sowie regen Erfahrungsaustausch mit dem Comenius Team der Nationalagentur praktizieren.

 

Das erste Lehrertreffen dieses Schuljahres fand von 7.- 9. Dezember 2008 in Bensheim statt. Nun ging es in die letzte Runde, und wir hatten eine Vielzahl von Aktivitäten und Terminen zu besprechen.

 

Um ab Montag in der Früh intensiv arbeiten zu können, reisten wir schon am 7. Dezember (Sonntag) am späten Nachmittag an. Heinz holte und in Frankfurt vom Flughafen ab, brachte uns ins Hotel und kurz darauf zu Uschi, die uns mit einem tollen Abendessen verwöhnte. Auch wenn ein gemütliches Beisammensein kein verpflichtender Bestandteil von Comenius ist, trägt es doch entscheidend dazu bei, einander besser kennen zu lernen. 

Am 8. Dezember (Montag) holte uns Hans-Walter zeitig in der Früh vom Hotel ab, was in der Dezemberkälte ein großer Vorteil war. Wir musste nicht 30 Min zu Fuß zur Schule gehen. Auch die Kollegen aus den Niederlanden waren nun eingelangt, und wir begannen die Tagung mit einem anregenden Gespräch in der Direktion des Neubaus des Goethe-Gymnasiums.

Herr Dir. Mescher hieß uns herzlich willkommen, und wir lernten einiges über die Strukturen der Schulbehörde in Hessen dazu. Im Anschluss daran nahmen wir uns ca. 45 Min Zeit, um jene Fragen zu formulieren, die wir Herrn Michael Gahler, MEP zum Thema "zukünftige Erweiterungen der EU" stellen wollten.
Als er um 10 Uhr kam, standen zuerst die Jugendlichen im Mittelpunkt. Sie präsentierten Herrn Gahler sowohl einige Ergebnisse der Projektarbeit der Schuljahre 2006/07 und 2007/08, als auch das faszinierende Projekt Goethe-Quiznight, welches Schülerinnen und Schüler dazu ermuntert, mehr über Europa zu lernen.

Im Anschluss daran hatten sowohl die Jugendlichen als auch wir Lehrer Gelegenheit, mit Herrn Gahler über diverse Aspekte einer zukünftigen Erweiterung der EU zu diskutieren. Er erklärte uns sehr schlüssig, dass z.B. in der Türkei eine Vielzahl von Standards im Bereich Umwelt, Arbeitnehmerschutz und Menschenrechte noch lange nicht dem EU-Standard entsprechen.
Wenn es einmal so weit ist, dass die Gesetze und Vorschriften EU-konform sind, müssen diese dann auch noch umfassend umgesetzt werden. Dzt. wären beide Seiten noch überfordert: die Türkei mit der Einführung und Umsetzung der EU-Standards, und die Europäische Union mit der Erfüllung all jener Ansprüche, die der Türkei zustehen sobald sie eines Tages Vollmitglied ist.

Aber auch die Annäherung anderer europäischer Staaten an die EU bzw. ihr Wunsch, Mitglied zu werden, wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen.
Das trifft zu für die Ukraine, Georgien, Bosnien, Albanien und Weißrussland. Demokratische Grundprinzipien und das friedliche Miteinander von Völkern müssen in diesen Staaten noch deutlich verbessert werden.

Anders ist die Situation in Kroatien, das ja bereits Kandidaten-Status hat und mit der EU über den Beitritt verhandelt.

Wieder andere Aspekte haben bisher bewirkt, dass die Schweiz, Norwegen und IsLand kein Interesse an einem EU-Beitritt hatten. Sie sind Mitglieder im Europäischen Wirtschaftsraum und sahen bisher keine Veranlassung, sich um eine Vollmitgliedschaft zu bewerben. Die Schweiz trat als letzter dieser drei Staaten am 12. 12. 2008 dem Schengener Abkommen bei.
Für Island hat sich durch die massive Wirtschaftskrise des Winters 2008/09 manches verändert, und das Interesse des Landes an einer EU-Mitgliedschaft ist deutlich gestiegen.

Auch der Bergsträßer Anzeiger war an unserem Projekt interessiert und veröffentlichte mehrere Artikel darüber. Der erste berichtet über unsere Debatte mit Herrn Gahler.

Nachdem Herr Gahler sich verabschiedet hatte, waren wir hungrig und legte ein Mittagspause im Restaurant Hellas ein. Bei angeregten Gesprächen wurde klar, dass uns allen viel daran liegt, die Kontakte mit den Partnerschulen auch nach Abschluss des dzt. Projektes weiter zu pflegen.
Nach dem Mittagessen waren zwei weitere wichtige Punkte zu klären:
- Welche Aktivitäten wollen wir setzen, um unsere Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich mit der Frage einer möglichen zukünftigen EU-Erweiterung auseinander zu setzen und mehr über jene Staaten zu erfahren, die dzt. noch nicht Mitglieder der EU sind? und
- Wie wollen wir den Abschluss unseres Projektes im Juni 2009 in Hoorn gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern gestalten?

Alle drei Lehrerteams hatten hervorragende Vorschläge für die nächsten Monate, sodass wir uns in der Folge mit viel Elan und Zuversicht der "Erweiterungsfrage" stellen konnten.
Der Nachmittag hatte aber noch etwas ganz Besonders zu bieten. Heinz hatte eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Sirona organisiert, wo uns Herr Pfeiffer von 15.30 bis 17.30 den Produktionsbereich sehr ausführlich vorstellte, uns erklärte, in welchen Berufsfeldern die Firma junge Menschen ausbildet, und uns schließlich auch durch den Schauraum schlendern ließ.

Das Konzept für Teamwork, welches die Firma in den letzten 10-15 Jahren gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt hat, klang sehr überzeugend. Die Anforderungen, welche Auszubildende erfüllen müssen, um aufgenommen zu werden, sind hoch! Dafür sind sie, nach Abschluss der Ausbildung, sehr gefragte Arbeitskräfte, und die Besten haben gute Chancen, bei Sirona einen Arbeitsplatz zu bekommen.
Zwischen 18.00 und 20.00 Uhr hatten wir ein wenig Zeitm durch den Weihnachtsmarkt von Bensheim zu schlendern und uns auszuruhen.

Um 20.15 Uhr holte uns Heinz zum Abendessen ab. Uschi hatte einen Tisch reserviert im Restaurant "Blauer Aff", wo wir uns schon im Frühjahr 2007 sehr wohl gefühlt hatten. Auch diesmal verbrachten wir hier  einen gemütlichen Abend.

Am 9. Dezember (Mittwoch) nahmen uns Sandra und Jaap in ihrem Mietauto in der Früh mit in die Schule, wo wir von 8.30 Uhr bis 10.30 Fragen zur EU-Erweiterung für unsere Schülerinnen und Schüler entwarfen, Pläne für das nächste Treffen in Hoorn schmiedeten, und eine Liste jener Staaten
erstellten, die zwar (zumindest teilweise) geographisch in Europa liegen, noch nicht Mitglieder der EU sind, es aber vermutlich in Zukunft werden möchten.

Um 10.30 Uhr hatten wir die einmalige Gelegenheit, im Goethe-Gymnasium an der Eröffnung der Ausstellung "Hornhaut auf der Seele" teilzunehmen, in welcher versucht wird, das Problem des Antiziganismus aufzuarbeiten. Der Bergsträßer Anzeiger hatte diese Eröffnung schon am Vortag angekündigt und berichtete am 10. Dezember nochmals darüber.

Nachdem Herr Dir. Mescher die offiziellen VertreterInnen der Schulbehörde und des Landes sowie die Schülerinnen und Schüler begrüßt hatte, dankten Frau Borden (Schulamt) und Herr Landrat Wilkes (Landesregierung) dem Verein der Sinti und Roma und
Koll. Heinz Löffler, dass sie die Ausstellung in die Schule geholt hatten. Der Verein der Sinti und Roma war vertreten durch Herrn Behringer und Herrn Tobanisch. Letzterer schilderte aus eigener Erfahrung, wie sehr Diskriminierung auch heute oft noch ein Thema ist, mit  dem Sinti und Roma täglich konfrontiert sind.

In Anschluss an die Eröffnung führten drei Schülerinnen der Abschlussklasse die Gäste und ihre Schulkameraden und -kameradinnen sehr professionell durch die Ausstellung.

Da mitten in der Führung die große Pause begann, nützte die Gruppe der Ausstellungsbesucher und -besucherinnen diese Zeit für einen kleinen Imbiss und anregende Gespräche.
Ungeachtet dessen war Uschi nach dem Abschluss des Vormittagsprogramms fest entschlossen, mit uns zum "Holzwurm" zu gehen, wo österreichische Gerichte auf dem Speiseplan stehen. Dort konnten wir bei einem gemütlichen Mittagessen noch einige Punkte bezüglich des nächsten Treffens in Hoorn besprechen. Leider konnten Sandra und Jaap nicht so lange bleiben, bis der Kaiserschmarrn serviert wurde. Schließlich wollten sie ja rechtzeitig am Flughafen sein. Uschi hatte für uns alle Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster bestellt, und Hans-Walter, Heinz, Renate und ich ließen uns, gemeinsam mit Uschi, diese köstliche Nachspeise munden.

Nach dem Mittagessen nahmen sich Uschi, Heinz und Hans-Walter noch Zeit, mit Renate und mir nach Lorsch zu fahren, das nur wenige Kilometer von Bensheim entfernt liegt und wo wir
die Königshalle und den Klostergarten besuchen konnten und anschließend noch jenen Teil des Museum, welcher sich speziell mit der Klosteranlage beschäftigt.

Hans-Walter musste zurück in die Schule, da er dort sein Fahrrad stehen hatte, Uschi verabschiedete sich bei ihrer Wohnung von uns, und Heinz brachte uns nach Frankfurt zum Flughafen, wo unser Flugzeug etwas verspätet abhob.

Wir kamen nach Hause mit einer Vielzahl von Eindrücken und mit Ideen und Plänen für die nächsten Monate - und machten uns mit Elan an deren Umsetzung. Ein großes Dankeschön an unsere tollen deutschen Gastgeber!

Am 17. Dezember 2008 kamen Frau Fontes-Sailler und Herr Gradl von der Nationalagentur Lebenslanges Lernen zu einem Monitoring in die VBS-HAKIII Schönborngasse.
Es war ein sehr fruchtbares Gespräch, an dem sowohl die Direktorin und Kolleginnen der Schule als auch Schülerinnen und Schüler aus mehreren Klassen teilnahmen.

Wir hatten Gelegenheit, sowohl unsere Eindrücke aus zwei Jahren Projektarbeit und unsere Pläne für das dritte Jahr zu präsentieren als auch Fragen zu stellen zur Abwicklung des letzten Jahres und zur korrekten Abrechnung.

Die Abschlussveranstaltung des Projektes fand von 14.-19. Juni 2009 in Hoorn statt. Wir verließen Wien am 14. Juni in der Früh und kamen gegen 13 Uhr in Hoorn an. Die Schülerinnen und Schüler wurden von ihren Gastfamilien abgeholt. Caroline brachte Prof. Tunkel und mich in ein Bed&Breakfast in Zwaan, wo wir uns die Zimmer aussuchen und uns ein bisschen ausruhen konnten. Nach einer kurzen Rast nahm sie uns mit ins Ortszentrum von Hoorn, wo wir durch die Stadt bis zum Hafen spazierten und schließlich am Roten Platz im Sonnenschein zu Abend aßen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Zwaan zurück. Die Schülerinnen und Schüler konnten den Nachmittag und Abend nützen, um alte Freundschaften zu erneuern und neue zu schließen, und den holländischen Alltag kennenzulernen.
Am 15. Juni trafen wir uns alle in der Werenfridus Schule der Scholengemeenschap Tabor, und die Schülerinnen und Schüler aller drei Partnerschulen präsentierten einander jene 23 Staaten, die zwar in Europa liegen aber nicht Mitglieder der EU sind. Wir lernten eine Menge dazu über die Größe dieser Staaten, die Zahl der Einwohner, die Hauptstädte und interessante Sehenswürdigkeiten, und viele Gruppen informierten uns auch über Gründe, warum diese Länder in die EU aufgenommen werden sollten - oder nicht. Wenn ihr mehr über diese Staaten erfahren wollt, besucht bitte unsere Website über die Länderprofile.
Nach den Präsentationen hatten wir eine Stunde Zeit fürs Mittagessen. Danach trafen wir uns am Roten Platz (Roode Steen) im Stadtzentrum. Von dort aus starteten Lehrer und Schüler in kleinen Gruppen zu einem Stadtspaziergang. Nach 1 1/2 Stunden trafen wir uns wieder in der Nähe des Theaters (Schouwburg) am Strand, wo Caroline schon mit Getränken und Keksen auf uns wartete. Den Rest des Tages verbrachten die Jugendlichen mit ihren Gastfamilien.
Die deutschen Kollegen hatten ein Auto gemietet und waren so nett, uns nach Edam mitzunehmen, das ungefähr 40km  von Hoorn entfernt ist. Dort konnten wir das hübsche Ortszentrum erforschen, Käse und Souvenirs einkaufen und gegenüber vom alten Rathaus Tee und Kaffee genießen.
Am Abend fuhren wir nach Hoorn zurück, wo wir im de Hoofdtoren Restaurant im Hafen gemütlich zu Abend aßen.
Am 16. Juni trafen wir uns um 9 Uhr in der Werenfridus Schule. Zuerst versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler in der Aula. Auch Jugendliche aus Spanien waren dabei, die im Rahmen eines anderen Projektes zu Gast waren. Jaap erklärte zuerst den Zeitplan und die Themen der Jugendparlaments-Diskussion.

Im Anschluss daran wurden die Jugendlichen in kleinere Gruppen aufgeteilt, die in Klassenzimmern noch einmal in Kleinstgruppen geteilt wurden und Argumente für bzw. gegen die folgenden Themen vorbereiteten:
1) Alle Schüler sollten täglich einmal Sportunterricht haben.
2) Die Türkei sollte so bald wie möglich Mitglied der EU werden.
3) Jeder Jugendliche sollte 6 Monate Zivildienst absolvieren.
4) Das Rauchverbot sollte aufgehoben werden.
5) Wir wollen unsere alte Währung zurück.
6) In 20 Jahren sollten alle Schulen geschlossen werden.
Nachdem die Kleingruppen Argumente gesammelt hatten, begannen sie mit dem Training für die Debatte. Jeder Mini-Debatte dauterte 10 Minuten. Die Sprecher sollten so viele und gute Argumente wie möglich für ihre Standpunkte vorbringen, sprachliche Fehler waren kein Kriterium. Es musste nur verständlich sein.


Nach dem Training, um ca. 11 Uhr, unternahmen die spanischen Gastschüler einen Stadtspaziergang, die deutschen und österreichischen Schüler traten eine Fahrradtour in die nähere Umgebung an. Unterwegs legten sie eine Mittagspause ein, und um 14 Uhr waren sie wieder in der Schule und voller Energie für die Debatte.

Es wurde in vier Gruppen lebhaft diskutiert, und am Ende gab es Preise für das beste Team, den besten "Einzelkämpfer",  die originellste Bemerkung und den größten Unsinn. Die Jugendlichen hatten nicht nur die Gelegenheit, ihre rhetorischen Fähigkeiten zu trainieren, sondern sie hatten auch Spaß dabei.
Am Abend lud Herr Peeters, der Direktor der Werenfridus Schule, die deutschen, österreichischen und spanischen Lehrer zu einem traditionellen holländischen Essen ein. Wir genossen den netten Abend und die anregenden Gespräche, aus denen wir Energie für die nächsten Tage schöpften.

Am 17. Juni zogen wir früh los und fuhren mit dem Bus nach Den Haag, wo wir nach 2 Stunden Fahrzeit ankamen. Zuerst besuchten wir das holländische Parlament, wo wir zuerst einen Film über die Arbeit des Parlaments sahen und anschließend von der Besuchergalerie aus eine Debatte mitverfolgen konnten.
Nach dem Parlamentsbesuch hatten wir ca. 1 1/2 Stunden frei, in denen wir durch die Altstadt spazieren und eine Mittagspause einlegen konnten. Am Nachmittag zeigte uns Caroline zuerst den königlichen Palast und brachte uns dann zum Mesdag Panorama. Dort stiegen wir nach der Besichtigung wieder in den Bus, machten einen kurzen Halt beim Internationalen Gerichtshof und fuhren schließlich zum Strand von Scheveningen, wo wir den Strand, das eiskalte Wasser und die Sonne genossen.

Als wir nach Hoorn zurückkamen, waren alle müde und wir brauchten eine Pause. Am Abend gingen wir zusammen mit den deutschen Kollegen gemütlich in der Stadt essen.
Der 18. Juni war wieder ein sehr ereignisreicher Tag. Caroline hatte einen Bus bestellt, mit dem wir in der Früh nach Amsterdam fuhren. Nach der Ankunft genossen wir gleich eine Bootsrundfahrt durch den Hafen und die Grachten.

Nach der Bootsfahrt hatten die Jugendlichen Zeit, die Innenstadt nach eigener Lust und Laune zu erforschen, etwas zu essen und Souvenirs einzukaufen. Wir trafen uns nach dem Mittagessen vor dem königlichen Palast. Gleich daneben befindet sich Madame Tussaud's, wo wir viel Spaß hatten.
Einige der deutschen Schülerinnen und Schüler besuchten stattdessen das Anne Frank Hause, welches für uns am 19. Juni am Programm stand. Die deutsche Gruppe reiste am späten Nachmittag von Amsterdam ab, die österreichische Gruppe kehrte nach Hoorn zurück und hatte am Abend Gelegenheit, in Hoorn den Käsemarkt zu besuchen.

Am 19. Juni fiel es uns schwer, uns von unseren holländischen Freunden zu verabschieden. Wir hoffen, dass der Kontakt nicht abreißen wird und dass wir unsere Zusammenarbeit fortsetzen können. Die österreichische Gruppe besuchte zu Mittag in Amsterdam das Anne Frank Haus. Am Nachmittag setzten wir unsere Reise in Richtung Flughafen fort und landeten schließlich wohlbehalten am Abend in Wien.
Wir blicken zurück auf drei Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit, die uns Augen und Herzen geöffnet hat für anderen Länder und ihre Kulturen, und in deren Verlauf wir viele neue Freunde gewonnen haben, mit denen wir auch in Zukunft in Kontakt bleiben wollen.
  
© Dr. Susanne Pratscher 

 

 

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