Beim letzen Besuch der Schülerinnen und Schüler der AVb (2005/06) in Ljubljana im September 2005, begannen Janja Jakoncic Faganel, die slowenische Betreuerin des Europäischen Frühlings 2003, ihre Kollegin Marjeta Sreš und ich bereits mit der Planung der Fortsetzung dieses Twinning Projekts, das wir im Februar 2003 begonnen hatten. Da Janja ab September 2005 wieder eine erste Klasse unterrichtete, und das bei mir auch der Fall war, entschlossen wir uns, die Partnerschaft mit diesen beiden Klassen fortzusetzen. Die slowenischen Schüler lernen Deutsch, und daher können die Partnerklassen je nach Lust und Laune auf Deutsch und Englisch miteinander reden. | 
1BK (2005/06) | Als ich nach Wien zurück kam und den Schülerinnen und Schülern der 1BK (2005/06) erzählte, dass sie die Ehre hatten, diese Partnerschaft weiter zu führen, waren sie begeistert. Da sie erst vor kurzem in diese Klasse eingetreten waren, gab ich ihnen noch ein wenig Zeit, einander besser kennen zu lernen, bevor wir mit dem eigentlichen eTwinning begannen. Am Ende des ersten Semesters, im Februar 2006, entwarfen wir eine ppt-Präsentation, in der sich jeder Schüler / jede Schülerin kurz vorstellte. Diese Präsentation schickten wir an Janja und Marjeta, und die Klasse freute sich schon auf eine ähnliche Präsentation von der slowenischen Partnerklasse. Die kam im Mai an, und die Schülerinnen und Schüler freuten sich sehr, ihre Projektpartner zumindest einmal virtuell kennen zu lernen. In der Folge begannen sie, Briefe an ihre Partner zu schreiben, die wir zu Beginn des nächsten Schuljahres, im September 2006 per e-mail nach Ljubljana schickten. | top 
Die erste Aktivität der 2BK (2006/07) im September war der Entwurf von Besichtigungstouren, die wir mit der slowenischen Partnerklasse in Wien unternehmen wollten. Die ständige Kommunikation zwischen den Lehrern wurde natürlich fortgesetzt. Den Schülerinnen und Schülern machte es Spaß, sich zu überlegen, welche Sehenswürdigkeiten sie ihrer Partnerklasse zeigen wollten. Da wir dabei Informationen über diverse Sehenswürdigkeiten zusammen trugen, lernten die Schüler selbst eine Menge über Wien. Dann entschieden wir uns für ein Thema, das in diesem Schuljahr im Rahmen der Partnerschaft behandelt werden sollte: Europäische Werte. Nachdem wir einige Texte darüber gelesen hatten und die Schülerinnen und Schüler eigene Texte verfasst hatten, gaben wir uns Mühe, die Werte auch zu visualieren. Im Rahmen dieser Arbeit entstanden eine Menge Fotos und zwei Werte-Präsentationen: Österreich und Slowenien. top 
Die Schülerinnen und Schüler der Partnerklasse des Gimnazija Poljane haben zwei Websites zusammengestellt, auf welchen sie sich selbst und ihre Schule näher vorstellen. In weiterer Folge haben sie uns Briefe in deutscher Sprache geschickt, die wir auf Englisch beantwortet haben. So können alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Partnerschaft ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern. 
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| Die Schülerinnen und Schüler der 2BK (2006/07) der VBS-HAKIII Schönborngasse fuhren von 17. bis 21. Mai 2007 auf Besuch zur Partnerklasse nach Slowenien. Unser Chauffeur war wieder Herr Rudi von Blaguss, der nun schon zum festen Bestandteil dieser Schulpartnerschaft geworden ist. Er versteht es in einmaliger Weise, auf die Jugendlichen einzugehen, und hat viel Verständnis für sie. Das macht die Zusammenarbeit mit ihm zu einem wahren Vergnügen. Dem großzügigen Sponsoring des Club Raiffeisen, des Fonds der Wiener Kaufmannschaft und des Elternvereins der VBS-HAKIII Schönborngasse ist es zu verdanken, dass die Schülerinnen und Schüler der 2BK sehr preisgünstig nach Slowenien fahren konnten. | | Am Donnerstag, 17. Mai verließen wir Wien in Richtung Graz, wo wir ca. 2 Stunden Pause einlegten, um vorerst einmal das Landhaus, den Hauptplatz (mit Rathaus und Erzherzog-Johann-Brunnen) zu besichtigen. Wir setzten unseren Weg fort über den Kriegssteig hinauf zum Uhrturm. von wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Zurück in die Stadt wählten wir einen anderen Weg, besuchten die Sporgasse und zuletzt noch die Murinsel, wo wir bei Kaffee und Cola eine kurze Rast einlegten. | 
| Von Graz setzten wir unseren Weg zügig fort Richtung Ljubljana, wo wir um 15.30 Uhr einlangten. Die Schüler hatten nun Freizeit bis 18Uhr: manche ruhten sich aus, andere unternahmen einen ersten Entedeckungsspaziergang in die Stadt und suchten sogar schon das Gimnazija Poljane auf. Um 18 Uhr holten uns die Schüler der Partnerklasse gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, Marjeta Sreš und Vesna Golob, vom Hotel ab. Nach dem fröhlichen Begrüßungsreigen machten wir uns auf zu einem ersten gemeinsamen Stadtspaziergang, und landeten schließlich im Ermona Klet (Ermona Keller), wo wir die unterschiedlichsten Variationen von Pizza genießen konnten. Während die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit hatten, erste persönliche Kontakte zu knüpfen, konnten wir Lehrer das Programm der nächsten Tage ebenso besprechen wie die Pläne für den Gegenbesuch der slowenischen Schülerinnen und Schüler in Wien (30. Mai bis 3. Juni 2007). | 
| Am Freitag, 18. Mai holten uns die slowenischen Schülerinnen und Schüler in der Früh vom Hotel ab. Wir gingen gemeinsam zum Gimnazija Poljane, wo Marjeta uns alle sehr herzlich mit Brot und Salz begrüßte. Anschließend durfte sich jeder österreichische Schüler ein von den slowenischen Schülern liebevoll gestaltetes Lesezeichen auswählen und den Künstler / die Künstlerin suchen. Mein Lesezeichen, auf dem ein lustiger Hund abgebildet ist, ist das Werk von Luca, der sich sehr freute, als er hörte, dass mir sein Kunstwerk schon am Vorabend, als Marjeta mir die Lesezeichen zeigt, besonders gut gefallen hatte. | | Nach dieser "Aufwärmrunde" konnten wir einen sehr interessanten Vortrag von Herrn Manfred Fuchsthaler von der Wiener Städtischen Versicherung / Vienna Insurance Group hören. Es ist faszinierend zu hören, wie diese Versicherungsgruppe sich nicht nur über 100 Jahre hinweg kontinuierlich entwickelte, sondern v.a. wie rasch sie seit dem Beginn der 1990er Jahre gewachsen ist und in wie vielen Ländern Mittel- und Osteuropas sie ihre Dienste anbietet. Herr Fuchsthaler gab den Jugendlichen einen guten Überblick über das Versicherungswesen i.A.; über die breite Palette an Produkten, die eine Versicherungsgesellschaft anbietet; | 
| | über Versicherungen, die sich als wenig wirtschaftlich erwiesen; bis hin zu Rückversicherungen und ihrer großen Bedeutung im Netzwerk der Versicherungen. Junge Menschen sollten heutzutage auch rechtzeitig daran denken, für ihre Pension vorzusorgen. Last but not least war es hoch interessant zu erfahren, wie viele verschiedene Berufsgruppen für eine Versicherung arbeiten können. | 
| Nach diesem Vortrag, der für die slowenischen Schülerinnen und Schüler, die seit zwei Jahren Deutsch lernen, auch sprachlich eine Herausforderung war, gingen wir gemeinsam zur Slovenska cesta, wo die Maturantinnen und Maturanten eine riesige Quadrille auf der Straße tanzten, untermalt von einem beeindruckenden Pfeifkonzert: auf diese Weise feiern in Slowenien jedes Jahr die Maturanten das Ende des Schuljahres, bevor sie alle gleichzeitig zur Matura antreten. In Slowenien müssen alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit die gleichen Aufgaben lösen (Zentralmatura). | | Im Anschluss an dieses für uns sehr ungewöhnliche Fest hatten wir ca. eine Stunde Mittagspause, bevor wir uns beim Gimnazija Poljane wieder trafen, von wo uns Herr Rudi im Bus ins BTC chauffierte, wo wir von Mitarbeiterinnen der BA-CA Filiale willkommen geheißen wurden. Die BA-CA, die ein Teil der UniCredit Group ist, ist seit 1991 in Slowenien aktiv und betreibt 14 Filialen im ganzen Land. Tina Turk, die für den Bereich Marketing zuständig ist, gab uns einen guten Überblick über den rasch wachsenden Markt und auch über Karrierechancen junger Menschen im Bankenwesen. Sie riet den Jugendlichen, möglichst bald Erfahrungen im Rahmen von Ferialpraktiken zu sammeln und ihr Englisch zu perfektionieren. | 
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| Nach dieser Exkursion waren alle müde und eine Rast im Hotel war mehr als willkommen. Wir trafen uns zwei Stunden später wieder an der Drachenbrücke. Marjeta, Vesna und ich hatten die Zeit genützte, ums uns im Abecedarium Café ein bisschen zu regenerieren. Das Lokal befindet sich im ältesten Haus von Ljubljana, wo Primož Trubar die Bibel ins Slowenische übersetzt hat. Von der Drachenbrücke lenkten wir unsere Schritte zum Funikular auf den Burgberg, das erst im Dezember 2006 eröffnet worden war. Der Bürgermeister von Ljubljana war so großzügig gewesen, uns Tickets für die Fahrt zu spendieren. So waren wir rasch und bequem auf der Burg, wo wir uns einen 3D-Film über die Geschichte von Ljubljana ansahen und den Turm der Burg bestiegen. Da nicht die ganze Gruppe in den Saal passte, in dem der Film gezeigt wurde, teilten wir uns auf. | | Während sich die eine Gruppe den Film ansah, ging die zweite Gruppe auf den Turm. Später vertauschten wird die Rollen. Der Ausblick vom Turm der Burg war atemberaubend! Nachdem wir uns im Hof wieder getroffen hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zurück in die Stadt, wo wir bei Sokol essen gingen. Während die Schüler sich anschließend noch in Kleingruppen auf Entdeckungsreise begaben und Marjeta nach Hause ging, um noch einige Vorbereitungen für den nächsten Tag abzuschließen, genoss ich es, mit Breda Arnejšek und ihrem Mann zu plaudern und anschließend gemeinsam mit diesen beiden und Janja Jakoncic Faganel den Gedankenaustausch bei Tee und Kuchen in einem sehr netten Kaffeehaus fortzusetzen. | 
| Am Samstag, 19. Mai trafen wir uns wieder in der Früh mit den Schülerinnen und Schülern des Gimnazija Poljane vor dem Hotel. Marjeta hatte eine sehr interessante Rätselrallye durch Ljubljana vorbereitet, die nun von den beiden Partnerklassen in kleinen Gruppen zu lösen war. Da die slowenischen Schülerinnen und Schüler noch nicht alle so gut Deutsch sprechen, die Anleitungen aber in Deutsch waren, war das eine wunderbare Gelegenheit für die österreichischen Schülerinnen und Schüler, die Fragen für ihre Partner ins Englische zu übersetzen. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, blieb den Schülern noch Zeit für das Mittagessen, bevor wir uns um 13 Uhr wieder vor der Schule trafen, von wo wir mit dem Bus nach Kamnik fuhren. Beim Verlassen der Stadt querten wir den Pot (Pfad), eine Lindenallee, die rund um Ljubljana jene Stelle markiert, an der die italienischen Besatzer nach dem WKII einen Stacheldraht errichteten, sodass die Bewohner von Ljubljana die Stadt immer nur mit Ausweis verlassen konnten. Kamnik (=Stein) liegt am Fuß der Steiner Alpen, die auch in der zweiten Maihälfte noch ein wenig schneebedeckt waren. In Kamnik führten uns die slowenischen Schülerinnen und Schüler durch die Stadt und erklärten uns die Sehenswürdigkeiten teilweise auf Englisch und teilweise auf Deutsch. Schon im Rahmen des Stadtspaziergangs am Vormittag waren wir beeindruckt, wie gut manche von ihnen schon Deutsch können. | 
| Nach der Führung durch den Ort besuchten wir das Franziskanerkloster, und anschließend fuhren wir zu einer Töpferwerkstatt, wo Tatjana und Katja uns herzlich willkommen hießen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Töpferei durften alle praktische Erfahrungen an der Töpferscheibe sammeln und ihre Kunstwerke bemalen und verzieren. Als die slowenischen Schülerinnen und Schüler zwei Wochen später nach Wien kamen, brachten sie die fertigen Kunstwerke mit. Bevor wir die Keramikwerkstatt verließen, zündete Tatjana für Max 16 Teelichter and, und wir sangen alle "Happy Birthday" für ihn. | Mit dem Bus waren wir in ca. 40 Min. zurück beim Hotel, wo Max seine Geburtstagstorte bekam, mit der wir ins Chinarestaurant marschierten. Nach einem langen, anstrengenden und abwechslungsreichen Tag waren wir rechtschaffen hungrig, und nach dem Abendessen schnitt Max gekonnt die Torte für uns alle auf. Am Samstag, 20. Mai unternahmen wir den größten Ausflug dieser Exkursion. Die slowenischen Schülerinnen und Schüler hatten an diesem Tag einen eigenen Bus, aber Marjeta fuhr in unserem Bus mit und versorgte uns unterwegs immer wieder sehr professionell mit Informationen über Land und Leute, sowie über die Geschichte der Region. Unsere erste Station war die Burg Predjama (Predjamski grad), die sehr eindrucksvoll in eine Höhle in der Nähe der Adelsberger Grotte (Postojna jama) hinein gebaut ist. | 
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| Von der Burg Predjama fuhren wir an der Adriaküste entlang, vorbei an Koper (Capodistria) und Izola, weiter nach Piran. Die Stadt empfing uns mit Sonnenschein. Marjeta hatte Kärtchen für die Stadtführung vorbereitet, die diesmal von den österreichischen Schülerinnen und Schülern übernommen wurde. Nach der Führung hatten alle genügend Freizeit, um noch selbständig auf Entdeckungsreise zu gehen (z.B. über 100 Stufen hinauf zur St. Georgs Kirche) und um etwas zu essen. Es fiel uns nicht leicht, Piran wieder zu verlassen, aber um 15.30 Uhr wurden wir in Skocjan (St. Kanzian) zur Führung durch die Tropfsteinhöhle (UNESCO Weltkulturerbe) erwartet. Der Weg durch die Höhle war anstrengend, aber es lohnte sich. | Wir sahen wunderbare Stalagmiten und Stalaktiten und hörten die Reka rauschen, die unterirdisch durch die Höhle fließt. Von einer Brücke konnten wir in die tiefe Schlucht hinunterschauen - aber dann ging es auch schon wieder weiter. Unsere Führerin war sehr flott. Nach dem Verlassen der Höhle überquerten wir noch eine eindrucksvolle Schlucht und fuhren schließlich mit einer kleinen Zahnradbahn zurück zum Eingang. | | Wir waren rechtschaffen müde und genossen es, uns auf der Fahrt nach Lipica ein wenig ausruhen zu können. Dort angekommen, nahmen wir an einer Führung durch das berühmte Gestüt teil, in deren Verlauf wir Zuchthengste und -stuten ebenso sahen wie Jungstuten, deren Fell noch verschiedene Grautöne aufweist. 4% der Lipizzaner bleiben dunkel, können aber sehr wohl Fohlen bekommen, die weiß werden - was bei manchen Tieren bis zu 12 Jahre dauern kann. Wir konnten auch alte Kutschen bewundern, und manche von uns hätten vielleicht ein Pony aus dem Streichelzoo gerne mitgenommen. | 
| Die friedvolle Umgebung des Gestüts mit zahlreichen Linden- und Kastanienbäumen (Lipica = kleine Linde) bot einen wunderbaren Abschluss dieses langen Tages. Die Schülerinnen und Schüler waren müde und wünschten sich, den Abend in kleinen Gruppen nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Am Montag, 21. Mai holten uns die Schülerinnen und Schüler des Gimnazija Poljane um 8.30 Uhr noch einmal vom Hotel ab. Gemeinsam gingen wir zur Schule, wo sich Marko Torbevšek große Mühe gab, uns mit ein paar Grundbegriffen des Slowenischen vertraut zu machen. Jene Schülerinnen, die aus Bosnien, Kroatien und Serbien stamme, hatten hier natürlich einen gewissen "Heimvorteil"; alle anderen betraten absolutes Neuland und hatten ebenfalls ihren Spaß dabei. Slowenisch ist eine sehr schwierige Sprache mit 6 Fällen, einem Dual und etlichen anderen komplizierten Elementen. Marko hat seine Erklärungen mit viel Humor gewürzt und die Stunde verging wie im Flug. Im Anschluss daran führten die slowenischen Schülerinnen und Schüler ihre österreichischen Freunde noch in kleinen Gruppen durchs Schulhaus. In der Zwischenzeit zeigten mir Marko und Marjeta noch einige Arbeitsräume der Lehrer. Im Gimnazija Poljane hat jede Fachgruppe ihren eigenen Arbeitsbereich, ausgestattet mit Schreibtischen, PC, Drucker, Internetanschluss und jeder Menge Ablagemöglichkeiten. | | Das eigentliche Lehrerzimmer ist nicht groß, wird aber nur als Aufenthaltsraum verwendet. Im Nebenraum gibt es ebenfalls PCs, Drucker und Internetanschluss. Ich konnte hier mit Marjeta noch einiges für den Wien-Besuch der slowenischen Partnerklasse Ende Mai besprechen, und als wir uns schließlich alle vor dem Schultor wieder trafen, fiel uns der Abschied schwer. Bei der Abreise freuten wir uns schon auf die gemeinsamen Tage in Wien. Bevor wir Ljubljana endgültig verließen, machten wir noch eine Pause im BTC, wo wir uns mit Proviant versorgten. Die Schülerinnen und Schüler vergnügten sich auf der Heimfahrt mit einem Film, während ich mir schon Notizen machten für die Vorbereitung des Wien-Besuchs der slowenischen Partnerklasse. | 
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| Von 30. Mai bis 3. Juni 2007 kamen die slowenischen Schüler zu Besuch nach Wien. Während wir am Schwedenplatz warteten, fuhr ein Blaguss Bus vor - gelenkt von Herrn Rudi, den wir natürlich gleich begrüßten. Kurz darauf parkte der slowenische Bus direkt hinter dem Blaguss Bus. Marjeta hatte uns vorher schon angerufen. Nun konnte die vollständige Wiener Mannschaft - inkl. Herrn Rudi - sie und Vesna in Wien willkommen heißen! Vom Schwedenplatz marschierten wir gemeinsam durch die Rotenturmstraße zum Stephansplatz. | Die Fahrt hatte die slowenischen Schülerinnen und Schüler müde gemacht, aber wir hatten Glück mit dem Wetter, und so konnten wir zumindest einmal den Stephansplatz, den Dom, den Graben und den Stock im Eisen besichtigen. Die Slowenen wohnten im Jugendgästehaus Hütteldorf, wo sie auch Frühstück und Abendessen bekamen. | Am Donnerstag, 31. Mai verließ ich die Schule schon nach der 1. Stunde. Die 2BK hatte unterrichtsfrei, aber das Programm des gesamten Tages war so umfangreich, dass der Tag gut ausgefüllt war. Wir trafen uns beim Eingang zum Schloss Schönbrunn, und nachdem wir die Tickets bezahlt hatten, passierten wir das Drehkreuz, holten uns die Audioguides (bzw. für jene, die Erklärungen in Slowenisch haben wollten, den Führungstext), und stürzten uns ins Vergnügen. Das Schloss war sehr gut besucht, und so dauerte es ca. eine Stunde, bis wir alle Räume besichtigt hatten. | 
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| Nach dem Ende der Führung gingen wir durch den Park hinauf zur Gloriette, von wo wir einen wunderschönen Blick auf Wien hatten. Nun waren wir aber schon gehörig hungrig, und so lenkten wir unsere Schritte rasch zum Tirolerhof, wo Tische für uns reserviert waren. Während wir Lehrer noch die Karten für den Tiergarten lösten, eroberten die Schülerinnen und Schüler schon den Speiseraum. Es gab Schnitzel mit Kartoffelsalat, und die Vegetarier bekamen Spinatknödel. Nach ca. einer Stunde verließen wir den Tirolerhof wieder, und nun hatten die Schülerinnen und Schüler 3 Stunden zur freien Verfügung, um alle Tiere ihrer Wahl zu sehen, das Regenwaldhaus zu besuchen, und schließlich auch noch einen Blick in das Wüstenhaus und das Palmenhaus zu werfen. | Die österreichischen Schülerinnen und Schüler verließen uns hier. Sie mussten noch ein bisschen lernen für die Mathe-Schularbeit am nächsten Tag. Der slowenische Bus brachte uns zum Oberen Belvedere, wo wir ausstiegen und genügend Zeit hatten, um den Garten und die beiden Palais (Oberes und Unteres Belvedere) von außen zu sehen. Die Geschichte des Gebäudes war den slowenischen Schülern noch nicht bekannt, uns so konnten sie ein wenig ihre Kenntnisse über Prinz Eugen von Savoyen und den Österreichischen Staatsvertrag erweitern. | 
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| Die slowenische Gruppe fuhr von hier ins Jugendgästehaus Hütteldorf. Wir trafen uns erneut am Freitag, 1. Juni in der VBS-HAKIII Schönborngasse. Die slowenische Partnerklasse hatte vorher schon zweimal die Ringstraße umrundet und dabei alle wichtigen Ringstraßenbauten gesehen. Nachdem die 2BK die Mathe-Schularbeit überstanden hatte, führten die Schülerinnen und Schüler ihre slowenischen Kolleginnen und Kollegen durchs Haus. Ich musste in einer anderen Klasse noch eine weitere Stunde bei einer Schularbeit ausharren. Nach der 3. Stunde konnten wir alle die Schule verlassen (die Slowenen im Bus, die 2BK mit öffentlichen Verkehrsmitteln), um zum Vienna International Center (UNO City) zu fahren, wo wir um 11.30 Uhr zu einer Führung angemeldet waren. | Die Klassen konnten sich aussuchen, ob sie die Führung auf Englisch oder Deutsch hören wollten, und unsere Führer Eva (aus Österreich) und Marc (aus Südafrika) gaben uns einen guten Überblick über die Aufgaben der diversen UN Headquarters: In New York werden hauptsächlich politische Angelegenheiten abgehandelt; Genf hat sich auf Menschenrechte spezialisiert; in Nairobi beschäftigt sich die UNO mit Umweltthemen; und in Wien werden Wirtschaftsthemen und wissenschaftliche Fragen behandelt. | 
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| Nach der Führung fuhren wir zum Centimeter VII, wo wir das Essen in Scheibtruhen, auf Schwertern und in langen Tellern serviert bekamen. Nach dem Mittagessen holten wir uns noch nebenan bei Zanoni ein Eis, und dann fuhren wir (mit Bus bzw. Straßenbahn) zum Prater, wo wir uns beim Riesenrad wieder trafen. Die Schlange an der Kassa war kurz, und so konnten wir rasch die Gondel besteigen und hatten bei strahlendem Sonnenschein eine herrliche Aussicht auf Wien. Nach der Fahrt mit dem Riesenrad hatten die Schüler eineinhalb Stunden Zeit, um sich im Prater zu vergnügen. Wir Lehrer gingen ein Stück durch den Wurstelprater und genossen dann einen Eiskaffee in der Meierei. | Um 17.30 Uhr verließen wir den Prater, und die slowenischen Schüler fuhren ins Jugendgästehaus, wo sie sicher hungrig ankamen. Wir trafen uns wieder am Samstag, 2. Juni um 9.30 Uhr bei der Oper, wo wir einen kurzen Kulturspaziergang begannen, in dessen Verlauf wir die Albertina sahen, das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, den Josefsplatz, die Augustinerkirche und den Michaelerplatz (Hofburg). Von dort konnten die Jugendlichen ausschwärmen, um in kleinen Gruppen ein Museum ihrer Wahl zu besuchen, einkaufen zu gehen oder Plätze und Gebäude in der Stadt anzusehen, die sie bis dahin noch nicht gesehen hatten. | 
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| Wir Lehrer gingen ebenfalls auf Entdeckungsreise. Um 14.15 Uhr trafen wir uns am Michaelerplatz. Von dort schwärmten die Schüler in Kleingruppen aus, um ein paar Wiener Kaffeehäuser anzusehen und zu erforschen, welche Arten von Kaffee angeboten werden. Kurz vor 17 Uhr kamen wir beim Demel wieder zusammen, wo wir eine Eisschokolade und ein kühles Getränk genossen. Alle waren rechtschaffen müde, und der Weg zum Schwedenplatz, wo der Bus wartete, kam der slowenischen Gruppe länger vor als er ist. Umso besser schmeckte den Schülerinnen und Schülern dann das Abendessen im Jugendgästehaus. | Am Sonntag. 3. Juni gingen wir's ruhig an. Wir trafen uns um 10 Uhr bei der Secession, wo die slowenische Klasse Aufstellung nahm vor der Marc Anton Gruppe, die von Arthur Strasser geschaffen wurde, der 1854 in Postojna (Adelsberg) / Slowenien geboren wurde. Die Jugendstilhäuser an der Linken Wienzeile hatte die Gruppe schon vom Bus aus angesehen, und so marschierten wir von hier gleich weiter zur Karlskirche. Dort muss man Eintritt bezahlen - außer man kommt am Sonntag Vormittag, kurz bevor der Gottesdienst beginnt. Ein Blick in diese wunderbare Barockkirche lohnt sich allemal. Wenn man allerdings mehr sehen möchte, muss man schon zu den regulären Öffnungszeiten kommen und Eintritt bezahlen. | 
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| Von der Karlskirche gingen wir zur Oper, wo die Schüler nochmals eine Stunde frei bekamen und sich nach eigenen Wünschen und Vorstellungen umsehen konnten. Vesna und ich machten nochmals einen Stadtspaziergang, hauptsächlich auf den Spuren der Habsburger. Auch dem Zacherlhaus, dessen Architekt Jože Plecnik war, weil Teil dieses Besichtigungsprogramms. Vom Stephansplatz aus gingen wir - gemeinsam mit den Schülern - zur Ankeruhr am Hohen Markt, bei der man um 12 Uhr alle Figuren sehen und die dazu gehörigen Melodien hören kann. | Nun hieß es Abschied nehmen - und das fiel uns gar nicht leicht. Aber wir blieben natürlich in Kontakt. Die Klasse wäre liebend gern wieder nach Slowenien gefahren, um die Partnerklasse zu besuchen. Leider war das nicht möglich! | top © Dr. Susanne Pratscher (Österreich) und Prof. Marjeta Sreš (Slowenien) gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Projektklassen | | | |
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