Pressestimmen 2008

 

 

eTwinning-Preise Österreich und eTwinning Qualitätssiegel 2007 (Weg in die Wirtschaft 4/2007)
100-Jahr-Feier der VBS-HAKIII Schönborngasse (24. und 25. Oktober 2007)
So arbeiten Finanzdienstleister (Kurier, 24. Jänner 2008)
eLearning Cluster (Weg in die Wirtschaft, Jänner 2008)
Europarat: Österreichische Kinder machen Stimmung für Europahymne (WKO 15. April 2008)
Europas Herz ist keine Mördergrube (Der Standard, 27. Juni 2008)

 

 

eTwinning-Preise Österreich und eTwinning-Qualitätssiegel 2007

Mag. Dieter Reichenauer - Weg in die Wirtschaft 4/2007

 

Am 27. Juni 2007 wurden die eTwinning-Preise 2007 und die eTwinning-Qualitätssiegel 2007 durch Frau SC Mag. Heidrun Strohmeyer im Herrensaal des Palais Niederösterreich verliehen. eTwinning ist eine Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel, alle Schulen in Europa zu ermutigen, unter Anwendung zahlreicher Formen der Kommunikationstechnologie eine gemeinsame Partnerschaft zu bilden.

 

6 BMHS erhielten von Frau Sc. Mag. Heidrun Strohmeyer (BMUKK) das eTwinning-Qualitätssiegel 2007 und einen Reisescheck von € 4.000, um die Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen kennen zu lernen. Die Moderation übernahmen Mag. Ernst Gesslbauer und Mag. Sylvia Kreuzberger von der "Nationalagentur Lebenslanges Lernen". 

 

Das erste Siegel wurde an die BHAK Wien 10 Pernerstorfergasse verliehen. Das Projekt hieß eMeeting - eTwinnung und wurde mit einer Schule in Taranto (Italien) durchgeführt. Im Zuge eines Schüleraustausches wurden Gruppenbefragungen zu für Österreich und Italien wichtigen betriebswirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen durchgeführt.

 

Für die VBS-HAK Mödling nahmen Dir. HR Mag. Peter König und MMag. Ulriche Wiedersich die Urkunde entgegen. Mit der mittleren und höheren technischen Partnerschule für Handel und Dienstleistungen in Vsetin (Tschechei) wurde und wird das Projekt durchgeführt. Das Ziel des Projektes des 4. Jahrgangs war der Aufbau und die Führung von Übungsfirmen an der tschechischen Partnerschule.

 

Ein Qualitätssiegel ging an die BHAK Wien 11 Geringergasse für ihr Projekt "Trade and Tourism", das mit Partnerschulen in Rumänien, Frankreich, der Slowakei, Ungarn und Belgien durchgeführt wurde. Wie die betreuende Lehrerin Frau Prof. Mag. Gabriele Stöger betonte, lag der Schwerpunkt des gleichzeitig als Comenius-Projekt durchgeführten eTwinning Projektes im heurigen Jahr auf e-Commerce. Die Schülerinnen und Schüler haben typische Produkte ihres Landes in einem gemeinsamen Webshop angeboten, den gesamten Schriftverkehr abgewickelt und die Produkte auch verschickt. Die Inhalte des Unterrichtsgegenstandes Projektmanagement, wie Projekthandbuch, Instrumente des Projektmanagements, konnten dadurch praxisbezogen umgesetzt werden.

 

Die VBS-HAKIII Schönborngasse wurde für ihr Projekt "Old Continent? - Young Citizens!" mit zwei Partnerschulen in den Niederlanden und in Deutschland ausgezeichnet. Das Projekt begann im Schuljahr 2006/07 und hat sich zum Ziel gesetzt, die politischen Strukturen, die politischen Hintergründe in der EU näher kennen zu lernen. Die Auszeichnung nahmen entgegen: die Lehrerinnen Dr. Susanne Pratscher und Dr. Renate Tunkel sowie die Schülerinnen Sabine Czarda und Sandra Hinterhauser.

 

Ein weiteres Qualitätssiegel erhielt die BHAK Linz Rudigierstraße gemeinsam mit der HAK Tabor in Tschechien für das Projekt "Youth Problems", mit dem sie Probleme von Jugendlichen wie Alkoholmissbrauch, Drogensucht, Spielsucht und den Missbrauch von Mobiltelefonen aufzeigten und Gegenstrategien entwickelten.

 

Einen Preis erhielt die HTBL Leonding für ihr gemeinsam mit einer Schule in Bologna (Italien) durchgeführtes Projekt eines modernen Fremdsprachenunterrichts. Ziel war die Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien für den Fremdsprachenunterricht mit Hilfe von Computertechnologie. Telekommunikation und Entwicklung von Fachvokabular standen thematisch im Mittelpunkt. Überdies konnten die Schülerinnen und Schüler das andere Bildungssystem kennen lernen.

 

Nach der Preisverleihung fand die Festveranstaltung mit einem Buffet einen kulinarischen Ausklang.

 

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Jubiläum für Schule

Die Vienna Business School Schönborngasse feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen.

Bezirkszeitung Josefstadt, 7. 11. 2007

 

Die geschichtsträchtige Vienna Business School Schönborngasse, vor 100 Jahren als erste Handelsakademie für Mädchen gegründet, feiert einen runden Geburtstag. Unter dem Motto "Future meets Past" lud die Handelsakademie und Handelsschule der Wiener Kaufmannschaft am 25. Oktober zu einem glanzvollen Festakt ein.

 

Zur gebührenden Würdigung der engagierten Gründerin Dr. Olga Ehrenhaft-Steindler spielten Schüler der VBS Schönborngasse in einer spannenden Zeitreise auch historische Szenen der Schulgründung nach.

 

Im rasanten Finale "Just in Time" wurde durch die Gegenwart der VBS Schönborngasse gechattet. Zu Gast waren u.a. Brigitte Jank (Wirtschaftkammerpräsidentin) und Rainer Trefelik (Präsident des Fonds der Wiener Kaufmannschaft).

Business School feierte den 100er

Bezirksjournal, November 2007

 

Die geschichtsträchtige Vienna Business School in der Schönborngasse feierte ein Jubiläum. Sie wurde vor 100 Jahren als erste  Handelsakademie für Mädchen von der jungen Dr. Olga Ehrenhaft-Steindler mit unglaublicher Energie aufgebaut.

 

Mit gleicher Energie wurde am 25. Oktober unter dem Motto "Future meets Past" gefeiert. Die Schülerinnen und Schüler der VBS Schönborngasse spielten in einer spannenden Zeitreise auch historische Szenen der Schulgründung nach. Die zahlreichen Gäste, darunter Prominenz aus Politik und Wirtschaft, waren begeistert.

Vienna Business School

Vom Mädchelyzeum zur HAK

Vor 100 Jahren gab es die erste Handelsakademie für Mädchen.

Thomas Egerer, Oktober 2007

 

Wien. Am Beginn stand ein Mädchenlyzeum für äußerst begabte, aber nicht begüterte Mädchen. Jetzt, am 25. Oktober, feierte die Vienna Business School (VBS) Schönborngasse den runden Geburtstag der Schule. Vor genau 100 Jahren gründete Dr. Olga Ehrenhaft-Steindler die erste Handelsakademie (HAK) für Mädchen. "Es ist aus heutiger Sicht beinahe unvorstellbar, mit welchem Engagement und unter welchen Entbehrungen diese junge Lehrerin die Schule aufgebaut hat." So würdigte die gegenwärtige Direktorin, Stefanie Sylvia Battenfeld, die Gründerin.

 

Gegründet wurde die Schule im zweiten Bezirk, 1928 bezog sie das Gebäude in der Schönborngasse. 1978 konnten erstmals männliche Schüler an dieser HAK die Reifeprüfung ablegen. 1998 wurde das Leitbild der Privatschule neu definiert und mit dem Qualitätsmanagement begonnen. Das Ziel ist, die Ausbildung praxisnah und international zu gestalten. Für Dr. Rainer Trefelik, Präsident des Fonds der Wiener Kaufmannschaft (die Schulerhalterin ist), wurde dieses Ziel erreicht: "Durch intensive Kooperation mit der Wirtschaft im In- und Ausland ist es möglich, eine praxisnahe Ausbildung anzubieten."

 

Schwerpunkt Begabtenförderung

Einen Schwerpunkt legt die VBS Schönborngasse auf Begabtenförderung.  Neben dem regulären HAK-Lehrplan können Schüler sich für die "HAK-Plus" entscheiden. Dann wird in mindestens einem Fach Englisch als Unterrichtssprache eingesetzt, und ab der ersten Klasse wird mit Notebooks gearbeitet.

 

Vom Fonds der Wiener Kaufmannschaft wurde die Schule für das Projekt "Tierisch gut lernen in der Schönborngasse im Schuljahr 2006/07 mit dem Merkur für das beste innovative Projekt ausgezeichnet. Ein Berner Sennerhund-Welpe half im Fach "Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz", Lerninhalte auf spielerische Weise zugänglich zu machen.

100 Jahre Schönborngasse

Unter dem Motto "Future meets Past" beging die VBS Schönborngase am 25. Oktober 2007 im Rahmen eines großen Festakts ihren 100. Geburtstag.

Vienna Business Times Nr. 04/2007

 

Happy Birthday!

Mit einem großen Fest und einer Zeitreise feierten die Handelsakademie und Handelsschule den 100. Geburtstag der Vienna Business School Schönborngasse. Angefangen hat alles mit einer engagierten Frau, die es sich zum Ziel gemacht hatte, begabten jungen Mädchen, die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügten, eine ausgezeichnete Schulbildung in einem reinen Mädchenlyzeum zu ermöglichen. Der Unterricht fand ursprünglich in einem alten Zinshaus in der Hollandstraße (damals Stefaniestraße) auf engstem Raum statt. Nach all der harten Aufbauarbeit wurde die Schule 1925 vom Gremium der Wiener Kaufmannschaft übernommen, wodurch auch die dringendsten Budgetsorgen ein Ende fanden. Frau Dr. Olga Ehrenhaft-Steindlers Engagement hatte sich ausgezahlt. Drei Jahre später übersiedelte die Schule an ihren heutigen Standort in der Schönborngasse.

 

Mitte der 1950er Jahre startete ein Abendabiturientenlehrgang, der AHS-Absolventen die Möglichkeit bot, sich in einem Intensivlehrgang kaufmännisches Wissen anzueignen. Buben wurden erstmals im Schuljahr 1973/74 in die HAK Schönborngasse aufgenommen, im Schuljahr 1980/81 wurde der Aufbaulehrgang eröffnet, der es Handelsschülerinnen und -schülern ermöglicht, in einer drei-jährigen Schulform zur Reifeprüfung zu gelangen.

 

Eine Besonderheit der VBS Schönborngasse ist die HAK-Plus. Dieses Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit überdurchschnittlicher Motivation, die ihre Kreativität und Neugier mehr gefördert wissen wollen. Neben neuesten Unterrichtsformen, die von den Schülerinnen und Schülern viel selbständiges Arbeiten und Eigenverantwortung verlangen, wird auch großer Wert auf die Internationalität gelegt. Aus diesem Grund wird mindestens ein Unterrichtsfach in der Arbeitssprache Englisch abgehalten, und die Schüler werden zu Work-Experiences im Ausland angeregt. Zudem wird in der HAK Plus schon ab dem ersten Jahrgang mit Notebooks gearbeitet.

 

Im Frühjahr 2007 wurde das unkonventionelle Schulprojekt "Tierisch gut lernen in der Schönborngasse" als eines der besten Gesundheits- und Sozialprojekte des Schuljahres 2006/07 mit dem Merkur für das beste innovative Projekt ausgezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler "engagierten" einen Berner Sennerhund als Co-Pädagogen, was einen spielerischen Zugang zu den Lerninhalten ermöglichte. Der Erfolg dieser Methode war so groß, dass die Arbeit mit Tieren auch in Zukunft Bestandteil des Pflichtfaches "Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz" sein wird.

 

Der Festakt zum 100-Jahr-Jubiläum fand am 25. Oktober 2007 in der VBS Schönborngasse statt. die prominenten Gäste verliehen der Jubiläumsfeier zusätzlichen Glanz, immerhin liest sich die Namensliste wie das Who's who der Wiener Wirtschaft und Politik. Neben den Festrednern KommRat Brigitte Jank (Präsidentin der WKW), Dr. Rainer Trefelik (Präsident des Fonds der Wiener Kaufmannschaft), Dr. Gerhard Riemer (Bildungssprecher der Österreichischen Industrie) und der Direktorin der VBS Schönborngasse, Frau MMag. Dr. Stefanie Sylvia Battenfeld, nahmen folgende Personen an der Jubiläumsfeier teil: Kammerdirektor Senator h.c. Prof. Mag. Dr. Günther Schön, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter KommRat Ing. Mag. Bernhard Dworak, Bezirksvorsteher der Josefstadt Heribert Rahdjian und Sektionschef Mag. Theodor Siegl vom BMUKK, Min.Rätin Mag. Hermine Sperl, LSI Mag. Walter Grafinger u.v.m. Die Vienna Business Times schließt sich den Gratulanten an und wünscht noch weitere 100 Jahre Erfolg!

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So arbeiten Finanzdienstleister

200 Absolventen der Vienna Business School informierten sich beim "Raiffeisen Karrieretalk"

Kurier, 24. Jänner 2008

 

Business Event. Je früher junge Menschen Informationen einholen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich später für den richtigen Beruf entscheiden. Deshalb greift die Vienna Business School (VBS) Ihren Zöglingen mit Orientierungshilfen unter die Arme und versucht, sie "möglichst früh mit der Berufswelt in Kontakt zu bringen und sie damit Schritt für Schritt auf ihre Zukunft in der Wirtschaft vorzubereiten", sagt Rainer Trefelik (Präsident des Fonds der Wiener Kaufmannschaft).

 

So nahmen erst kürzlich angehende Absolventen der Vienna Business School am "Raiffeisen Karrieretalk" teil: über 200 Schüler hatten sich im Raiffeisenhaus Wien eingefunden, ums sich einen Überblick über den beruflichen Alltag bei einem Finanzdienstleister zu verschaffen.

 

Zuerst umriss der Personalleiter Norbert Wendelin in einem Kurzvortrag die Karriereperspektiven bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Danach zeichneten der Stadtdirektor Robert Fischer, selbst Absolvent der VBS, und Erwin Hameseder (Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien) ihre persönlichen Karrierewege nach. Im Anschluss bekamen die Schüler einen Einblick in die Kundenberatung. Berater aus den Filialen erklärten ihren Aufgabenbereich und berichteten über die Ausbildung im Beratercamp.

 

Für einen spannenden Abschluss sorgten Mitarbeiter der Personalabteilung: Sie informierten umfassen über das Personalwesen, und - wie praktisch! - versorgten die angehenden Absolventen auch mit konkreten Bewerbungstipps.

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Voller Erfolg für eLearning

Kick-Off in Niederösterreich

MMag. Ulrike Wiedersich, Weg in die Wirtschaft 1/2008

 

Über 60 Direktorinnen und Direktoren, Abteilungsvorstände und Lehrkräfte kamen zum eLearning Schulpartnerschafts-Kick-Off in die VBS-HAK Mödling. Allen voran der zuständige Ministerialrat im BMUKK Dr. Christian Dorninger, LSI Dr. Wilhelm König, BSI Doris Wagner, rLearning-Departmentleiter Mag. Walter Wegscheider von der PH NÖ und die Mödlinger Stadträtin Verena Schwendemann. Die von Prof. MMag. Ulrike Wiedersich organisierte Veranstaltung diente dem Wissensaustauch in allen Bereichen des eLearnings. Anlass war die große Erweiterung des eLearning Clusters um sieben Schulen aus NÖ und Wien.

 

Zu den langjährigen Mitgliedern - VBS-HAK Mödling, HTL St. Pölten Elektrotechnik, TGM-Informationstechnologie und den Gymansiuen Mödling-Keimgasse und Wr. Neustadt-Babenbergerring - kamen neben der HTL St. Pölten Maschineningenieurwesen und TGM-Wirtschaftsingenieurwesen auch die Gymnasien Purkersdorf, Klosterneuburg und Wr. Neustadt Gröhrmühlgasse hinzu. Die VBS-HAK Mödling konnte zwei neue Partnerschulen gewinnen: die VBS-HAKIII Schönborngasse (Wien) und die BHAK Laa/Thaya.

 

Alte wie neue Mitglieder präsentierten ihre Erfahrungen und Ziele. 2008 wird der Cluster weiter wachsen. An den eLearning- Cluster-Schulen arbeiten die Jugendlichen interaktiv. Sie erstellen z.B. Podcasts. Dabei wird ein Referat oder eine Hausübung als Audiodatei gespeichert und wie eine kleine Radiosendung gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei gezielt mit ihrer Stimme umzugehen. Vorteil für die Lehrkräfte ist, dass eine stimme nicht kopiert werden kann und Verbesserungen gleich auf die abgegebene Datei ergänzend gesprochen werden können.

 

Doch den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Bei e-Testing werden Prüfungen am PC abgelegt. Die Auswertung erfolgt automatisch und die Note wird sofort zurückgemeldet. Für die Schülerinnen und Schüler wird die Arbeit auch durch die Internet-Plattform Moodle erleichtert. Dort können sie Unterrichtsmaterialien und Zusammenfassungen elektronisch tauschen. Im Rahmen der Plattform ist auch die Erstellung einer persönlichen Homepage, eines e-Portfolios, möglich. Neben einem Lebenslauf werden dort die besten Arbeiten jedes Schuljahres präsentiert. Das könnte in Zukunft eine wichtige Schnittstelle zum Leben nach der Schule werden. Firmenchefs und Universitäten können dann ein umfassendes Bild über potenzielle Bewerber bekommen.

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Europarat: Österreichische Schüler machen Stimmung für „Europahymne“

Leitl: Musikalische Präsentation der Europahymne in 23 Sprachen ist Auftakt für einen Initiativantrag

Österreichs im Europarat für einen Text zur Europahymne, WKO, 17. 4. 2008


Früh übt sich, wer ein echter Europäer werden will. Die Volksschule Kenyongasse in Wien ist dazu auf bestem Wege. „Die Klasse 4C hat einen Text zur Europahymne geschaffen und diesen heute bei der parlamentarischen Versammlung des  Europarates in Strassburg in insgesamt 23 Sprachen musikalisch präsentiert“, berichtet Christoph Leitl, Präsident der WKÖ und des Europäischen Wirtschaftsbundes, der gemeinsam mit Österreichs Ständigem Vertreter beim Europarat, Wendelin Ettmayer, den Auftritt ermöglicht hatte. Teilnehmerin der Versammlung war unter anderem auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Europarat war die erste Institution, welche die Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“ (9. Symphonie) bereits 1972 als Hymne erkor. 1985 wurde sie dann von den Staats- und Regierungschefs der Union als offizielle EU-Hymne angenommen.

„Allein der offizielle Text zur Europahymne fehlt noch immer“, so Leitl und Ettmayer, die die Kinder-Präsentation als Projekt-Auftakt für das Einbringen eines Initiativantrags im Rahmen des Europarates sehen. Ziel des Antrags ist es, dass die Mitgliedstaaten des Europarates auf nationaler Ebene Texte für die Europahymne ausschreiben sollen.

„Kinder und Musik sprechen unser europäisches Herz besonders an“, so Leitl, der in der Hymnen-Präsentation der Kinder auch einen Beitrag Österreichs zum Europäischen Gemeinschaftsgefühl sieht. „Die Zusammengehörigkeit aller Europäerinnen und Europäer, egal aus welchem Land, welcher Kultur und Sprache sie kommen, gehört auch emotional angesprochen und muss künftig viel mehr beachtet werden.“ Europa müsse persönlich fühlbar und erfahrbar für die Bürger werden. Deshalb spricht sich Leitl auch für eine verstärkte EU-Informationspolitik aus. „Es soll nicht ständig nur über Verbesserbares in Europa gesprochen werden, sondern auch einmal über die vielen Vorteile, die wir – und insbesondere Österreich – bereits genießen. Insgesamt muss sowohl EU-weit als auch national künftig viel stärker mit den Bürgern in Kontakt getreten und ihnen Europa durch intensive Informationsarbeit "face to face" näher gebracht werden.“

„Die Europahymne für Kinder wird es bald auch auf CD geben“, kündigt Ruth Hiltz, Lehrerin der Volksschule Kenyongasse, an, die das Hymnen-Projekt initiiert hat. Die CD enthält derzeit 15 EU-Sprachversionen und wird laufend um neue Aufnahmen erweitert. Die Verteilung erfolgt dann über Partnerschulen in ganz Europa. (Ne)

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Europas Herz ist keine Mördergrube

Corina Staniek, Der Standard, 27. Juni 2008

 

Die Wogen gingen hoch bei der ersten Debatte „Europa vor Ort“ im Waldviertel - Es war rasch klar, dass jene, die im Herzen Europas leben, die EU nicht unbedingt im Herzen tragen.

 

Waidhofen – „Sie werden als Bettvorleger von Hans Dichand enden“, reagierte Meinungsforscher Peter Ulram ungehalten auf Christian Felber, den Mitbegründer von Attac Österreich. Felber hatte bei einer Disskussionsrunde zum Thema „Österreich im Herzen Europas – Europa im Herzen?“ in Waidhofen an der Thaya am Donnerstag die Europäische Union scharf als undemokratisch kritisiert. „Das Subsidiaritätsprinzip wird von der EU radikal gebrochen“, und die Bevölkerung werde damit übergangen, sagte Felber. Womit er für Ulram „die gleiche Linie“ wie die Kronen Zeitung mit ihrer Anti-EU-Kampagne vertritt.

 

Scharfe Debatte

Einen Schlagabtausch gab es auch zwischen Georg Doutlik, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Agnes Schierhuber, Mitglied des Europäischen Parlaments und dem EU-Kritiker Felber. Der trat für eine Veränderung des Reformvertrages von Lissabon ein. „Frankreich, Holland und jetzt auch Irland haben den Vertrag abgelehnt und die Regierungen schreiben ihn trotzdem nicht um.“ Schierhuber wies die Vorwürfe Felbers über ein europäisches Demokratiedefizit vehement zurück, die EU würde ja demokratischer, wenn der Vertrag von Lissabon in Kraft träte. Auch hätten die Iren vor allem deshalb mit Nein gestimmt, weil Negativ-Kampagnen leichter zu führen und deswegen erfolgreicher seien. Der irische Geschäftsmann Declan Ganley habe mit Geld alle Argumente totgeschlagen.

Auch Doutlik konnte die Aussagen Felbers nicht akzeptieren. Er habe zwar gute Ideen, aber sie seien „extrem stark überzogen“, kritisierte der Kommissionsvertreter. Ulram wurde hingegen um einiges deutlicher: „Sie sind ein Populist“, sagte er in Richtung des Vertreters des globalisierungskritischen Netzwerks Attac und empfahl ihm, doch öfter „das Hirn zu verwenden“. SP-Bundesrat Karl Boden bewahrte Ruhe und forderte mehr regionales Engagement der EU.

 

Applaus gegen die EU

So vehement die Diskussionsteilnehmer auf Felbers Argumente mit Kopfschütteln reagierten, so heftig spendeten die gut 200 jungen Zuhörer im Publikum Applaus. Das deckte sich auch mit dem Ergebnis einer Umfrage, die einige der anwesenden Schüler der VBS-HAKIII Schönborngasse im Vorfeld der Veranstaltung in Gmünd und Weitra gemacht hatten. Sie fragten nach dem Vertrauen der Bürger in die EU und kamen auf nur 26% Zustimmung. Das jüngste Eurobarometer hatte einen ähnlichen Wert erbracht: Nur bei 28% der befragten Österreicher hat die EU ein positives Image. Nach Ulram ist diese starke Ablehnung auf die relativ schlechte Wirtschaftslage in Österreich, die Verfassung der Bundesregierung und die „Kontra-Kampagne der Krone“ zurückzuführen. Schierhuber sieht das Ergebnis vor allem in der unzulänglichen Kommunikation der EU begründet. Die Union könne viele Erfolge aufweisen, doch die Bevölkerung bemerke diese nicht.

Die Diskussionsrunde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa vor Ort“ fand zum ersten Mal statt. Vor allem Schüler waren anwesend, die aus ihrem Herzen keine Mördergrube machten und sehr negativ gegenüber der EU eingestellt waren. Eine Stimme für viele: „Wir finden, dass die EU-Bürger über Verträge abstimmen sollten. Warum ist das nicht so?“ Schierhuber zeigte sich am Ende der Debatte „von der Reaktion der Jugend sehr berührt“. Doch niemand – auch die Schüler nicht – sollte vergessen, was die EU als Friedensprojekt leiste und welche Möglichkeiten sie gerade Jugendlichen biete.

 

Mit dem Projekt der Kommissionsvertretung in Österreich in Kooperation mit dem Standard soll eine Diskussion über die Europäische Union in den Regionen Österreichs angeregt werden. Am Donnerstag schien dieses Ziel – bei aller Kritik an der EU – erreicht: Als die Podiumsdiskussion schon lange beendet war, wurde noch angeregt weiterdiskutiert.

 

© Dr. Susanne Pratscher

 

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