Der Europäische Frühling 2006

Fest in Österreich

 

Das Jahr 2006 begann in Österreich mit einem vollen Arbeitspensum. Unsere Regierung übernahm für ein halbes Jahr die EU Präsidentschaft. Das Kongresszentrum in der Wiener Hofburg bot einen prachtvollen Rahmen für die Ratssitzungen.

  

Ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren!

 

Das österreichische Fest des Europäischen Frühlings fand am 27. April 2006 im Haus der Kaufmannschaft in Wien statt. Es ist wieder dem Fonds der Wiener Kaufmannschaft zu danken, dass wir das Fest im wunderschönen Festsaal dieses Gebäudes feiern konnten.

 

Von 121 angemeldeten Schulen hatten 33 ein Projekt eingereicht, und davon wurden 9 ausgezeichnet. Erfreulich ist, dass die Beiträge aus unterschiedlichsten Schultypen kamen. Das Fest wurde eröffnet von Mag. Wolfgang Hiller (stv. Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich) und DI Karl Georg Doutlik (Leiter der ständigen Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich).

Anschließend wurden unsere Ehrengäste, die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrer bzw. Direktoren über die wichtigsten Ereignisse und Eckdaten des Europäischen Frühlings 2006 in Österreich informiert. Da gab es ja einiges vorzuweisen, wie z.B. die Dokumentation, die Euronews and er Waldorfschule Klagenfurt gedreht hat, oder den Umstand, dass aus unserem Land eine sehr große Anzahl von Schüler-Beiträgen zu diversen Themen auf die Spring Day Website hochgeladen wurden.

Nun waren die Ehrengäste am Zug: Frau ÖkRat Elisabeth Leitner von der Landwirtschaftskammer Steiermark berichtete über die sehr wichtige Arbeit des Landwirtschaftskammer-Präsidenten, ÖkRat Rudolf Schwarzböck auf europäischer Ebene. Er ist ja auch der Präsident von COPA. Herr Mag. Alexander Hofmann von der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich berichtete über diverse Bildungsprogramme der WKÖ, die es jungen Menschen, die noch in Ausbildung sind, und Jungunternehmern leichter machen sollen, im europäischen Wirtschaftsleben zu bestehen.

Schließlich berichtete Herr DI Karl Georg Doutlik über die vielfältigen Aufgaben der Vertretung der Europäischen Kommission.

Die Schüler hatten im Anschluss an diese Kurzreferate Gelegenheit Fragen zu stellen, und es war sehr interessant, welche Themen auch schon für die jüngsten unter ihnen unter von Interesse sind: Jobchancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt bzw. die Sorge, keinen Arbeitsplatz zu finden;  Gentechnologie im landwirtschaftlichen Bereich und die Frage, ob und wann Europa doch noch eine gemeinsame Verfassung bekommen wird.

 

Begeistert nahm die Jugend das Statement des ältesten Teilnehmers am Europäischen Frühling auf: Otto Pirzl, der mit seiner Homepage Europa beweist, dass die Begeisterung für ein vereintes Europa keine Altersgrenze kennt und dass der Grundsatz vom lebenslangen Lernen wirklich gelebt werden kann. Er ermutigte die Jugend, den Weg in ein friedvolles vereintes Europa unbeirrt fortzusetzen.

Nach einer regen Diskussion folgten die Präsentationen der ausgezeichneten Projekte folgender Schulen:

 

Die Schülerinnen und Schüler einer dritten Klasse der De La Salle Volksschule Währing hatten eine entzückende Geschichte geschrieben mit dem Titel Die Maus nimmt Abschied. Die kleinen Künstlerinnen und Künstler präsentierten die Geschichte, die sie nicht nur geschrieben sondern auch eigenständig illustriert hatten.

Die Volksschule Weizberg hatte während des gesamten Schuljahres an dem Projekt Spring Vibrations gearbeitet, zahlreiche Schulen aus mehreren Ländern Europas zur Teilnahme animiert und schließlich gemeinsam mit der BHAK Weiz ein wunderschönes Frühlingsfest in Weiz organisiert (s.u.)

Schülerinnen und Schüler beider Schulen präsentierten Gedichte und Impressionen, die im Lauf dieses Projektes entstanden sind.

Die Schülerinnen und Schüler einer Integrationsklasse der KMS Herthergasse sind schon erfahrene EU-Profis. Sie haben sich intensiv mit dem Thema "lebenswertes Europa" auseinandergesetzt und eine hinreißende Präsentation gestaltet, die wieder einmal alle Sinne ansprach!

Die Schülerinnen und Schüler von zwei Klassen der Europaschule Linz  hatten sich im Rahmen von 4 Projekttagen in allen Unterrichtsgegenständen mit dem Thema "Lebenswertes Europa" auseinander gesetzt und dabei folgende Themen erarbeitet: Landwirtschaft, Religionsvielfalt, Anrainerstaaten der Donau, Konzerne in der EU, nationale Gerichte und Sehenswürdigkeiten in den EU-Mitglieds- und Kandidatenländern.

In einem dreitägigen Projekt hatten die Schülerinnen und Schüler der 1., 2. und 4. Klassen der Sport-Hauptschule Eferding Süd etliche EU-Mitglieds- und Kandidatenländer genauer erforscht, Arbeitsblätter erstellt, ihre Klassenzimmer mit Symbolen der jeweiligen Staaten dekoriert, und ihre Arbeit mit Spielen, Tänzen, Quizzes, Videos und einer kulinarischen Komponente aufgelockert.

Das BORG Mittersill hat im Rahmen einer Schulpartnerschaft mit einer Schule in Litauen Feste in Jahreskreis in beiden Ländern erforscht und präsentierten die Osterbräuche von Österreich und Litauen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Ergebnisse ihrer Recherchen in einer Website festgehalten.

Die Schülerinnen und Schüler der HAK International Klagenfurt zählen schon zu den Veteranen unter den Teilnehmern am Europäischen Frühling. Sie haben englische Sketches aufgeführt, zu "My proposal for Europe" Beiträge in englischer, italienischer, französischer, kroatischer und rumänischer Sprache gestaltet, einen Gast aus der Wirtschaft in die Schule eingeladen und die EU Roadshow des Bundeskanzleramtes zu Gast gehabt. Auf diese Art und Weise haben sie sicher viel über Europa dazu gelernt.

 

Koll. Kröpfl brachte eine Europa-Torte mit, die köstlich schmeckte!

Die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Klagenfurt arbeiteten eng zusammen mit einer Partnerschule in Ostrava (Tschech. Republik) und haben im Rahmen dieser Kooperation Europa mit allen Sinnen erfasst. Sie gestalteten einen mehrteiligen Beitrag zum Thema Minderheiten und Diskriminierung in der Kleinen Zeitung Kärnten und waren die Stars der Euronews Dokumentation über den Europäischen Frühling.

 

Aber das war noch lange nicht alles. Vom Fest des Europäischen Frühlings gingen die Schüler weiter ins Parlament, um dort mit Parlamentariern über das freie Schulwesen in Österreich zu diskutieren. Dies wurde vom ORF gefilmt, Sendetermin: Sonntag, 7. Mai, 12:00 Uhr ORF2 in der Sendung „Hohes Haus“.

Zum Abschluss präsentierten Schülerinnen und Schüler der BHAK Wörgl ihr Europa-Projekt. Sie hatten ebenfalls die EU Roadshow zu Gast, und sie nahmen an dem Rollenspiel Decide4Europe teil. Das Thema, das sich die Klasse gewählt hatte, nahm Bezug auf die Umweltbelastung durch den Straßenverkehr und eine mögliche Entlastung durch die Bahn.

 

Ironie des Schicksals: die Klasse war zu dem Fest zu spät gekommen, weil sich auf der Fahrt von Wörgl nach Wien mehrere Verzögerungen ergeben hatten.

Beim abschließende Buffet konnten sich alle von den Anstrengungen erholen, und viele von uns genossen nicht nur Speis und Trank sondern auch ein gutes Gespräch unter Kollegen und Freunden.

 

© Dr. Susanne Pratscher

 

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