Der Europäische Frühling 2009

Fest in Österreich

 

Das Fest zum Europäischen Frühling in Österreich 2009 fand am 3. April 2009 statt, und wir freuen uns sehr, dass es wieder im Haus der Kaufmannschaft in Wien stattfinden konnte. Herr Min.Rat Dr. Hawle und sein Team im BMUKK unterstützten und ermutigten alle österreichischen Schulen, die sich für den Europäischen Frühling in Österreich 2009 registriert hatten. Ich bemühte mich wie jedes Jahr, den teilnehmenden Schulen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Von den 198 bis April registrierten Schulen, hatten 105 einen kurzen Bericht über ihre laufenden Europa-Projekte abgegeben und 18 ihre Projekte zum Wettbewerb eingereicht. Die Preise für diesen Wettbewerb, der unter dem Motto "Kreativität und Innovation" stand, wurden von ENIS Austria gesponsert. Drei Schulen durften sich über Acer Netbooks freuen, die in Zukunft manche Unterrichtsstunde und manches Projekt einen Schritt weiter bringen werden in der Digitalisierung.   

Dr. Hawle, der das Event auch in diesem Frühjahr wieder moderierte, konnte folgende Gäste willkommen heißen: Mag. Wolfgang Hiller (Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich), Mag. Richard Kühnel (Leiter der ständigen Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich), DDr. Christoph Thun-Hohenstein (Geschäftsführer von departure) und Christian Keglovits (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie in Güssing). Herr Mag. Othmar Karas, MEP, Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion und Obmann des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament, kam aus Termingründen etwas später - und genau richtig, um den Gewinnern die Preise zu überreichen.

 

Nach der Begrüßung durch Herrn Min.Rat Dr. Hawle, betonte Herr Mag. Kühnel die Bedeutung des Projektes Europäischer Frühling, welches Schülerinnen und Schülern in ganz Europa Gelegenheit gibt, über die EU zu debattieren, ihre Ideen für Verbesserungen zu formulieren und die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten.

Herr Keglovits erstaunte uns alle mit den innovativen Wegen, welche die Gemeinde Güssing seit Jahren geht, um sich vollkommen eigenständig mit Energie zu versorgen. Er betonte, dass die Initiatoren dieses innovativen Projektes nicht nur den erforderlichen Mut hatten, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, sondern auch die Unterstützung der EU nicht nur gerne angenommen sondern auch sehr erfolgreich umgesetzt haben.

Herr Mag. Hiller wies die Jugendlichen darauf hin, wie wichtig es ist, dass sie aktiv die Zukunft Europas mitgestalten. Jene unter den Gewinnerinnen und Gewinnern, die bereits mindestens 16 Jahre alt sind, können das bei den Wahlen zum Europa-Parlament (Juni 2009) tun - aber auch in vielen anderen Bereichen.  

Auch den jüngeren EU-Bürgern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, wie z.B. diverse EU-Projekte, in denen sie andere Kulturen und Sprachen kennenlernen und ihren Horizont erweitern können.

Herr DDr. Thun-Hohenstein, der es sich mit departure zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung einer wirtschaftlich nachhaltigen Basis für Wiens Kreative voranzutreiben, welche Wirtschafts-, Beschäftigungswachstum und eine Vielzahl von Unternehmensgründungen ermöglichen soll, war Österreichs Chefjurist bei den EU-Beitrittsverhandlungen und hat von 1999 bis 2007 das Austrian Cultural Forum in New York geleitet. Er hat seinen Horizont schon gewaltig erweitert und bietet damit der Jugend ein leuchtendes Vorbild.

von links nach rechts: Christian Keglovits, Christoph Thun-Hohenstein,

Richard Kühnel, WolfgangHiller, Reinhold Hawle

Nun waren die Schülerinnen und Schüler an der Reihe und durften ihre ausgezeichneten Projekte präsentieren. Die Rudolf Steiner Landschule Schönau (NÖ) stellte uns die Österreichische Schülerolympiade vor, welche heuer schon zum 10. Mal von der Schule organisiert wird.
Die Jugendlichen verschiedener Altersstufen, die mit Koll. Angelika Lütkenhorst zum Fest gekommen waren, erklärten uns die Regeln eines Ringkampfes, sprachen im Chor den Olympischen Eid und sangen dem Publikum die Olympische Hymne vor.
Während ihrer Präsentation der Rudolf Steiner Landschule war Mag. Karas eingelangt, und wir freuten uns, dass er die Preise überreichen konnte.
Frau Dir. Gertraud Greiner stellte uns jene Schülerinnen und Schüler vor, die an der HS 1 Schärding (OÖ) besonders kreativ tätig waren. Sowohl der Kurzfilm "Der Neue" als auch der Trickfilm "Kulturhauptstadt" waren sehr beeindruckend. Die Schule hat ein Motto für die Europa-Projekte gewählt, welches eine hohe Motivation erkennen lässt: Freundschaften fangen mit Begegnungen an. Europa ist der ideale Platz dafür!"
Das Netbook wird den Jugendlichen sicher bei ihren nächsten Kreativ-Projekten gute Dienste leisten.
Schließlich waren die Jugendlichen des BORG 15 Henriettenplatz (Wien) mit ihrer Präsentation an der Reihe. Ihr Projekt war das umfangreichste, hatten doch Schulen aus Österreich, Finnland und Russland daran teilgenommen. Dass ein derartig weitreichendes Projekt umgesetzt werden konnte, ist auch den Koordinatorinnen bei Kulturkontakt Austria zu verdanken.
Außergewöhnlich an diesem Projekt ist nicht nur die phantastische Website, auf der die Besucher in drei interessante europäische Städte "reisen" können, sondern auch, dass das Projekt von der Schülerin Anna S. und nicht von einer der betreuenden Lehrerinnen eingereicht wurde.
Eine der betreuenden Lehrerinnen konnte nicht bis zum Ende des Projektes dabei sein, weil sie ein Baby bekam - und so kam es, dass der jüngste Besucher des Festes erst 7 Wochen alt war. Er wird sicher einmal ein begeisterter Europäer.

Nach den Projektpräsentationen gratulierte Mag. Karas den Gewinnerinnen und Gewinnern noch einmal - nicht nur zu ihren jeweiligen Projekten, sondern generell zu dem Engagement, mit dem sie sich mit Europa - seinen Licht- und Schattenseiten, und seiner Zukunft - auseinandergesetzt hatten. Er ermutigte sie, diesen Weg fortzusetzen. Vielleicht können sie später einmal in seine Fußstapfen treten und Österreich so fleißig und gewissenhaft wie er im Europäischen Parlament vertreten. Wie Mag. Hiller ja schon vorher betont hatte, ist das keine einfache Arbeit, die mit sehr vielen Sitzungen, Arbeit in Ausschüssen und auch vielen Reisen verbunden ist. Aber nur wer sich intensiv für Europa und auch die Interessen des eigenen Landes in Europa einsetzt, kann auf Dauer das "Projekt Europa" vorantreiben und erfolgreich gestalten.

Zum Abschluss konnten sich alle Gäste und Gewinner beim Buffet noch über einzelne Themen, die sie besonders interessierten, unterhalten und natürlich auch stärken. Die Spring Day Torte bildete den krönenden süßen Abschluss für ein wunderschönes Fest an einem sonnigen Frühlingstag.

Der Europäische Frühling lief noch bis zum Schulschluss weiter, und alle teilnehmenden Schulen waren herzlich eingeladen auf der Spring Day Website des EUN im Bereich "15 Minuten Ruhm"  Kurzberichte und Fotos zu ihren Europaprojekten hochzuladen.

 

Den Film zum Spring Day Festival 2009 können Sie hier sehen.

 

© Dr. Susanne Pratscher

 

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