Welche Freude! Nach zähen Verhandlungen und wiederholten Aufenthalten im Flughafenrestaurant war es dann gegen 16h soweit. Eine Ersatzmaschine brachte uns nach Nizza. Der traumhafte Rundblick über die Alpen entschädigte uns für die ungeplante Verzögerung. In Cannes wurden wir bereits von reizenden Gastfamilien erwartet und sofort ins Familienleben integriert. So mussten wir unsere Französischkenntnisse gleich praktisch anwenden. Während die Vormittage dem Unterricht gewidmet waren, bot man uns an den Nachmittagen ein reichhaltiges Besichtigungsprogramm. Wir schlenderten durch die Altstadt von Nizza und besichtigten Grace Kellys Schlafzimmer im Fürstenpalast von Monaco. Auch ein Besuch des Kasinos von Monte Carlo durfte nicht fehlen. In Cap d’Antibes bestaunten wir die Villa von Madonna und die Behausungen anderer Promis. Über die Corniche d’Or ging es nach St. Tropez, wo wir die Jachten von „Reich und Schön“ bewunderten. So mancher beschloss daraufhin, seine schulischen Bemühungen zu intensivieren, um später auch einmal in den Besitz einer solchen Jacht zu kommen. Besonders aufregend war unser Ausflug in die mittelalterlichen Bergdörfer im Hinterland der Côte d’Azur. Heftige Gewitter, sturzbachartige Regengüsse und dichter Nebel überraschten uns, eine Wettersituation, die in dieser Gegend höchst selten auftritt. Doch der souveräne Lenker unseres österreichischen Reisebusses meisterte mit seinen Fahrkünsten auch die schwierigsten Situationen auf den engen Bergstraßen bei null Sicht, während manchen von uns schon der kalte Schweiß auf der Stirne stand. Am Abend, nach den Ausflügen, bot uns das Strand- bzw. Nachtleben noch reichlich Gelegenheit, unsere Sprachkenntnisse im Kontakt mit der heimischen Bevölkerung zu vertiefen. Nur schwer trennten wir uns von der sonnigen Côte d’Azur, um ins herbstlich-kühle Österreich zurückzukehren. Nach dieser rundum gelungenen Sprachwoche beschlossen wir ganz fest: Frankreich, wir kommen wieder! © Mag. Dr. Ilse Lingard und Mag.Christine Hartmann-Nahas |